Autohersteller
BMW ruft 232.000 in China Autos zurück

Die Verschraubung im Motorraum ist möglicherweise defekt: BMW ruft in China fast eine Viertelmillion Autos zurück, quer durch alle Modellreihen. BMW prüft, ob der Rückruf auf andere Länder ausgedehnt wird.
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MünchenBMW ruft in China 232.000 Autos wegen einer möglicherweise defekten Verschraubung im Motorraum zurück. Betroffen seien Fahrzeuge mit 6-Zylinder-Benzinaggregaten, die zwischen Juni 2009 und Juni 2013 produziert wurden, sagte ein Konzernsprecher am Mittwoch. Quer durch die Modellreihen, vom kleinen 1er bis zum großen X6 und dem Sportwagen Z4, bestehe bei diesen Autos das Risiko, dass Schrauben an der variablen Nockenwellenverstellung brechen. Dies könnte im schlimmsten Fall Schäden am Motor verursachen. Die Aufsichtsbehörde in China ordnete den Rückruf laut BMW an – in die Werkstätten müssen die Autos dann erst im Juni.

Bei den betroffenen Wagen handle es sich sowohl um Fahrzeuge, die gemeinsam mit dem chinesischen Partner Brilliance vor Ort produziert wurden, als auch um Importautos. BMW hatte Mitte März, nach einer Reihe von Beschwerden, angekündigt, in China Autos zurückzubeordern. Ob der Rückruf auf andere Länder ausgeweitet wird, werde derzeit geprüft, sagte der Sprecher. „Wir sind noch in der Analyse.“

BMW bestellt wie andere große Autobauer immer wieder Tausende Wagen in die Werkstätten, beim bislang größten Rückruf der Konzerngeschichte waren es sogar 1,3 Millionen. Der Münchner Oberklasse-Hersteller zählt in Statistiken regelmäßig zu den Konzernen mit den höchsten Mängelquoten. Insgesamt steigt in der Pkw-Branche die Zahl der Rückrufe, weil in der Produktion aus Kostengründen mehr gleiche Teile verwendet werden, und mehr Elektronik in den Fahrzeugen steckt. Der US-Hersteller GM ist derzeit wegen einer Serie tödlicher Unfälle unter Druck. Seit Jahresbeginn rief die Opel-Mutter insgesamt fast 6,3 Millionen Fahrzeuge zurück.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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