Autohersteller
Drei Opel-Standorte stimmen Sanierungsplan zu

Die IG-Metall-Mitglieder in Rüsselsheim, Kaiserslautern und Dudenhofen haben dem Sanierungsplan des Autobauers zugestimmt. Der Bochumer Opel-Betriebsrat kämpft hingegen weiter um die Sicherung von Jobs.
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RüsselsheimDer mühsam erzielte Kompromiss zur Sanierung des angeschlagenen Autobauers Opel hat am Freitag eine wichtige Hürde genommen: Die IG Metall-Mitglieder an den drei Opel-Standorten Rüsselsheim, Kaiserslautern und Dudenhofen haben den dazugehörigen Tarifvertrag mit großer Mehrheit angenommen, wie der Metall-Bezirk Mitte am Freitag in Frankfurt mitteilte. Damit akzeptieren sie unter anderem, dass Tariferhöhungen weiter gestundet und übertarifliche Gehaltsanteile entfallen werden. Im Gegenzug verlängert die Adam Opel AG den Kündigungsschutz um zwei Jahre bis Ende 2016.

Der Chef des IG-Metall-Bezirks Mitte, Armin Schild, sprach von einem „solidarischem Votum“. Die Mitarbeiter hätten mit ihrer Abstimmung eine Zukunftsperspektive „für die Marke Opel als Ganzes und für alle deutschen Standorte“ eröffnet. Nach den Angaben befürworteten in Rüsselsheim 84 Prozent, in Kaiserslautern 91 Prozent und im Testzentrum Dudenhofen 92 Prozent der IG Metall-Mitglieder den Kompromiss. Damit könne der Tarifvertrag nach einer Erklärungsfrist, die am 27. März endet, unterzeichnet werden.

Am Standort Eisenach sollen die Mitarbeiter in den kommenden Tagen abstimmen. Der von den Kürzungen besonders hart getroffene Standort Bochum beteiligt sich vorerst nicht. Dort kämpft der Betriebsrat um die Sicherung von Arbeitsplätzen und die Konkretisierung von Zusagen der Geschäftsleitung. Der Bochumer Betriebsratschef Rainer Einenkel lehnt den Plan bisher ab: „Wir sollen abgewickelt werden und das sollen wir auch noch unterschreiben.“ Zunächst soll bis Monatsende nachverhandelt werden.

Schild versprach den Kollegen im Ruhrgebiet, die IG Metall werde die Zeit zu nutzen, um für die Bochumer Beschäftigten eine Lösung zu finden: „Das Ziel der IG Metall ist und bleibt, alle Opel-Standorte in Deutschland langfristig zu erhalten und betriebsbedingte Kündigungen zu verhindern.“ Klar sei aber auch, dass der Tarifvertrag an den anderen Standorten auch ohne die Zustimmung aus Bochum umgesetzt werden könne.

Der neue Opel-Chef Karl-Thomas Neumann sagte am Freitag bei seiner ersten Betriebsversammlung in Rüsselsheim, es führe kein Weg an dem Sanierungsplan vorbei. Der Vertrag bedeute zwar spürbare Einschnitte für alle Mitarbeiter: „Aber wir alle müssen uns bewusst sein, dass dieser Beitrag jetzt notwendig ist. Wir müssen jetzt die richtigen Weichen stellen, wir haben keine Zeit zu verlieren.“

Zugleich rief er die Belegschaft zu mehr Zuversicht auf: „Ich möchte, dass hier wieder eine Gewinner-Mentalität einzieht.“ Opel werde zu alter Stärke zurückfinden. Allerdings werde der Weg dorthin weder einfach noch kurz. Die Kosten müssten gedrückt und das Image aufpoliert werden. Opel fährt seit Jahren Verluste ein, die Absatzkrise in Europa verschärft das Problem der teuren Überkapazitäten zusätzlich.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Lieber Armin Schild, du bist eine Wurst, für dieses solidarischem Votum, hätten dich früher die Gründer der Gerwerkschaften geteert und gefedert. Es ist halt einfach sich die Kohle der Gewerkschafter monatlich einzuverleiben. Zusätlich treibt ihr euch in den Aufsichträten rum und wechselt auch mal wie der Oliver B. Bo. einfach mal auf die andere Seite. PFUI Armin Schild

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