Autohersteller
Peugeot und BMW zweifeln an Hybrid-Allianz

PSA Peugeot Citroen und BMW werden bei der Entwicklung von Hybrid-Technologie womöglich doch getrennte Wege gehen. Die Allianz von Peugeot und GM passt den Münchnern offenbar nicht.
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StuttgartDer Autohersteller BMW und sein französischer Partner PSA Peugeot Citroen überdenken ihre Kooperation bei der Entwicklung und Produktion von Komponenten für Hybridautos. „Wir überprüfen die Auswirkungen unserer Allianz mit GM auf das Gemeinschaftsunternehmen“, sagte ein PSA-Sprecher am Donnerstag. „Es ist klar, dass die Allianz die Bedingungen unserer Partnerschaft verändert.“

Ein BMW-Sprecher bestätigte entsprechende Überlegungen: „Wir untersuchen gemeinsam, wie das Unternehmen weiterhin seine Aufgaben übernehmen kann.“ BMW halte an dem Gemeinschaftsunternehmen für Fahrzeuge mit kombiniertem Elektro- und Verbrennungsantrieb fest. Durch die veränderten Eigentümerstrukturen bei PSA hätten sich jedoch die Bedingungen für die Partnerschaft geändert.

Einem am Donnerstag im Internet veröffentlichten Bericht der französischen Zeitung „La Tribune“ zufolge will BMW die Anteile von PSA an dem Gemeinschaftsunternehmen übernehmen, das früheren Angaben zufolge ab 2015 Hybrid-Komponenten produzieren sollte. BMW stoße der Schulterschluss von PSA und GM auf, zudem bestünden Bedenken über die finanzielle Stabilität der Franzosen, heißt es in dem Bericht.

BMW und PSA arbeiten bereits seit Jahren zusammen, unter anderem bei Vier-Zylinder-Verbrennungsmotoren. Darauf habe der Schulterschluss der Franzosen mit dem US-Autobauer GM keine Auswirkungen, sagte der BMW-Sprecher. Auch an der Partnerschaft mit PSA bei Hybridantrieb-Komponenten hatten die Münchener bisher keine Zweifel aufkommen lassen: Anfang März hatte BMW verlauten lassen, es seien keine Auswirkungen auf die Hybrid-Kooperation zu erwarten.

GM und PSA hatten wenige Tage zuvor vereinbart, künftig bei Einkauf, Fahrzeug-Plattformen und Technologien für Mittelklasse-Fahrzeuge und Kleinwagen zusammenzuarbeiten. Das erste Auto auf Basis einer gemeinsamen Architektur soll 2016 von den Bändern rollen. Mit GM hatte BMW im Frühjahr zudem über eine Kooperation bei Brennstoffzellen gesprochen, die emissionsfrei Strom aus Wasserstoff für Elektroautos liefern können.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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