Autohersteller sticht deutsche Konkurrenz aus
Hyundai plant großen WM-Auftritt

Der koreanische Hyundai-Konzern will seine Sponsorrechte für die Fußballweltmeisterschaft im kommenden Jahr voll ausnutzen. „Wir werden einen dreistelligen Millionenbetrag in das Ereignis investieren“, sagte Deutschland-Geschäftsführer Karl-Heinz Engels.

fas DÜSSELDORF. Neben der Bandenwerbung in den zwölf deutschen Austragungsstadien wollen die Koreaner auch massiv in Fernsehspots investieren. Weil Hyundai als Hauptsponsor des Turniers ein Erstzugriffsrecht für die Produktkategorie „Auto“ hat, werden deutsche Automobilhersteller kaum Fernsehspots im Rahmen der Weltmeisterschaft schalten können.

Hyundai hat im Jahr 2000 den Sponsorvertrag mit dem Weltfußballverband Fifa geschlossen. Damals hatten die Koreaner vor allem das Turnier 2002 in ihrem Heimatland vor Augen. Wenige Wochen nach Vertragsschluss setzte sich überraschend Deutschland vor Südafrika als Ausrichter der WM 2006 durch. Für die deutsche Automobilindustrie, die sich seit einigen Jahren massiv im Fußballsponsoring betätigt, ist der Zugang zur WM im eigenen Lande damit verwehrt. Einzig der Hannoveraner Automobilzulieferer Continental AG wird die Flagge der deutschen Automobilindustrie 2006 hoch halten.

Derzeit wird hinter den Kulissen heftig um Details gerungen. So versuchen deutsche Autohersteller über das Sponsoring von Großbildleinwänden doch noch einen Fuß in die Tür zu bekommen, doch auch hier haben die Hauptsponsoren erste Zugriffsrechte. Auch um den Transport der Akteure wird heftig gerungen, schließlich ist Mercedes-Benz Partner der Nationalmannschaft. „Offiziell dürfen rund um die Stadien aber nur unsere Fahrzeuge auftreten“, beharrt Hyundai. Auch Franz Beckenbauer, der über den FC Bayern München mit Audi verbandelt ist, wird während der WM in einer koreanischen Karosse durch Fußball-Deutschland fahren.

Die Koreaner erhoffen sich mit dem WM-Engagement einen weiteren Schub auf dem europäischen Markt. Derzeit sind Hyundai und seine Schwestermarke Kia die am schnellsten wachsenden Importmarken in Europa. In den ersten drei Monaten dieses Jahres hat Hyundai traditionelle Importmarken wie Fiat, Seat oder Nissan auf dem deutschen Markt überholt.

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