Autohersteller übertrifft Analystenprognose
Ford legt starke Quartalszahlen hin

Der US-Autohersteller Ford hat die Erwartungen der Analysten im ersten Quartal übertroffen. Der Quartalsgewinn wurde mehr als verdoppelt und die Ergebnisprognose für das Gesamtjahr erhöht.

HB DEARBORN. Während Konkurrent General Motors vor allem von einer geringeren Steuerlast sowie seiner starken Finanzparte profitierte, konnte sich Ford offenbar stärker von den Folgen der in den USA tobenden Rabattschlacht abkoppeln und fuhr auch im Autogeschäft höhere Erträge ein. Zwischen Januar und März konnte der Konzern aus Dearborn im US-Bundesstaat Michigan seinen Vorsteuergewinn im Autogeschäft auch dank hoher Kostensenkungen auf 1,82 Mrd. Dollar fast verdreifachen. Erstmals seit langem wies dabei auch das bislang defizitäre Autogeschäft in Europa einen kleinen Vorsteuergewinn aus. Die Kölner Ford-Werke konnten ihren Marktanteil leicht ausbauen.

Die Ford-Aktie machte nach der Veröffentlichung der Zahlen einen Kurssprung zeitweise um über zehn Prozent und notierte in New York bei 15,08 Dollar. Auch die deutschen Autotitel wurden erneut mitgezogen, nachdem General Motors bereits am Vortag für eine Kursgewinne gesorgt hatte. Das Papier von DaimlerChrysler legte rund drei Prozent zu und notierte am Nachmittag im Deutschen Aktienindex bei 35,55 €. Auch die Titel von Volkswagen, BMW und Porsche zogen leicht an.

„Dies ist das beste Quartalsergebnis seit wir vor mehr als zwei Jahren unsere Bemühungen wieder auf das Wesentliche konzentriert haben“, sagte Konzernchef Bill Ford. „Es zeigt deutlich, dass unser Plan funktioniert.“ Der Reingewinn des ersten Quartals erhöhte sich den Angaben zufolge auf 1,95 Mrd. Dollar oder 94 Cent je Aktie und übertraf damit die Markterwartungen bei weiten. Befragte Analysten hatten im Durchschnitt mit 44 Cent je Aktie gerechnet. Im Vorjahreszeitraum hatte Ford einen Überschuss von 896 Mill. Dollar erwirtschaftet, was einem Gewinn je Aktie von 45 US-Cent entsprach. Seine Gewinnerwartung für das laufende Jahr erhöhte Ford auf 1,50 bis 1,60 Dollar je Aktie von zuvor erwarteten bis zu 1,30 Dollar.

Den Umsatz bezifferte der weltweit drittgrößte Autokonzern nach GM und Toyota auf 44,69 Mrd. Dollar, das sind 3,9 Mrd. Dollar mehr als vor Jahresfrist.

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