_

Autoindustrie: Allianzen sind notwendig – aber gefährlich

Um ihre Zukunft zu sichern, sind Autobauer mehr denn je auf Partnerschaften angewiesen. Die Zahl der Kooperationen in der Branche wächst. Das ist mit erheblichen Risiken verbunden. Eine Analyse.

Tino Andresen ist Redakteur bei Handelsblatt Online. Quelle: Pablo Castagnola
Tino Andresen ist Redakteur bei Handelsblatt Online. Quelle: Pablo Castagnola

Allianzen werden in der Autobranche immer wichtiger. Das hat auch der Auto-Salon in Genf gezeigt, der am Sonntag zu Ende geht. So hat BMW auf der Messe ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem Peugeot- und Citroën-Konzern PSA zur Entwicklung von Hybridantrieben an den Start gebracht. Daimler und Renault haben sich verständigt, ihre vor knapp einem Jahr geschlossene Kooperation auszuweiten. Und Volkswagen hat sich an SGL Carbon beteiligt, um mit Hilfe des Kohlefaserspezialisten bei der Schlüsseltechnologie Leichtbau mithalten zu können, wie am Rande der Veranstaltung bekannt wurde.

Anzeige

Die Automobilindustrie steht vor gewaltigen Herauforderungen. Mit Blick auf die strengen gesetzlichen Anforderungen an den Kohlendioxidausstoß und die dadurch zunehmende Bedeutung alternativer Antriebe muss sie sich und ihre Produkte neu erfinden. Das ist mit gewaltigen Kosten verbunden. Eine Studie veranschlagt sie auf 300 Milliarden Euro – allein bis 2020.

81. Genfer Salon

Noch ist völlig unklar, wie der Wandel verläuft und welcher Antrieb sich am Ende durchsetzt. Fest steht nur: Gewinne lassen sich damit erst in etlichen Jahren erzielen. Und: Wer auf den falschen Antrieb setzt, verschwindet am Ende vom Markt.

Die nötigen Entwicklungen können die Autobauer nur im Verbund stemmen. Durch Zusammenarbeit lassen sich die Risiken für jeden einzelnen verringern. Unter den deutschen Herstellern sind Partner besonders für BMW und Daimler wichtig. Denn die Branchenriesen Toyota, General Motors und Volkswagen haben allein durch ihre Größe massive Vorteile und können einmal verwirklichte Errungenschaften für die unterschiedlichen Marken ihres Konzerns nutzen.

  • Die aktuellen Top-Themen
Intercontinental Hotels Group: „Wir wollen in Deutschland die Nummer eins werden“

„Wir wollen in Deutschland die Nummer eins werden“

Intercontinental Hotels Group will in Deutschland expandieren und die Branchenspitze erklimmen. Erstmals gibt der Weltmarktführer Einzelheiten des geplanten Projekts bekannt.

Frauen gefragt: Dax-Aufsichtsräte werden weiblicher

Dax-Aufsichtsräte werden weiblicher

Der Anteil von Frauen in den Aufsichtsräten der DAX-Konzerne ist gestiegen. In ein paar Jahren könnten sie bereits knapp ein Drittel ausmachen. Das ist allerdings nicht der einzige Trend, der in den Gremien auffällt.

Die teuerste Werbefläche: Das Trikot-Sponsoring als Millionengeschäft

Das Trikot-Sponsoring als Millionengeschäft

Der Werbeplatz auf dem Bundesliga-Trikot ist beliebt - und kostspielig. Und die Preise dürften weiter steigen. Derzeit ist bei Werder Bremen wieder ein Fleckchen zu haben. Interessenten gibt es genug.

  • Video

Projekt Zukunft Wie die Dinosaurier-Forschung hilft, heutige Probleme zu lösen - ein Gespräch mit Oliver Wings

Ein Gespräch mit Dr. Oliver Wings, Dinosaurier-Forscher, Leibniz-Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung, über den Nutzen der Dino-Forschung für die moderne Wissenschaft

  • Business-Lounge
Business-Lounge: Die großen Auftritte der Entscheider

Die großen Auftritte der Entscheider

Premieren, Feste, Symposien oder Jubiläen – es gibt viele Anlässe, bei denen die Größen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft im Mittelpunkt stehen. Verfolgen Sie die Auftritte in Bildern.

Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DEUTSCHLANDS ANZEIGENPORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Verkaufsangebote Verkaufsgesuche




 

.