Autoindustrie
Allianzen sind notwendig – aber gefährlich

Um ihre Zukunft zu sichern, sind Autobauer mehr denn je auf Partnerschaften angewiesen. Die Zahl der Kooperationen in der Branche wächst. Das ist mit erheblichen Risiken verbunden. Eine Analyse.
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Allianzen werden in der Autobranche immer wichtiger. Das hat auch der Auto-Salon in Genf gezeigt, der am Sonntag zu Ende geht. So hat BMW auf der Messe ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem Peugeot- und Citroën-Konzern PSA zur Entwicklung von Hybridantrieben an den Start gebracht. Daimler und Renault haben sich verständigt, ihre vor knapp einem Jahr geschlossene Kooperation auszuweiten. Und Volkswagen hat sich an SGL Carbon beteiligt, um mit Hilfe des Kohlefaserspezialisten bei der Schlüsseltechnologie Leichtbau mithalten zu können, wie am Rande der Veranstaltung bekannt wurde.

Die Automobilindustrie steht vor gewaltigen Herauforderungen. Mit Blick auf die strengen gesetzlichen Anforderungen an den Kohlendioxidausstoß und die dadurch zunehmende Bedeutung alternativer Antriebe muss sie sich und ihre Produkte neu erfinden. Das ist mit gewaltigen Kosten verbunden. Eine Studie veranschlagt sie auf 300 Milliarden Euro – allein bis 2020.

Noch ist völlig unklar, wie der Wandel verläuft und welcher Antrieb sich am Ende durchsetzt. Fest steht nur: Gewinne lassen sich damit erst in etlichen Jahren erzielen. Und: Wer auf den falschen Antrieb setzt, verschwindet am Ende vom Markt.

Die nötigen Entwicklungen können die Autobauer nur im Verbund stemmen. Durch Zusammenarbeit lassen sich die Risiken für jeden einzelnen verringern. Unter den deutschen Herstellern sind Partner besonders für BMW und Daimler wichtig. Denn die Branchenriesen Toyota, General Motors und Volkswagen haben allein durch ihre Größe massive Vorteile und können einmal verwirklichte Errungenschaften für die unterschiedlichen Marken ihres Konzerns nutzen.

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