Autoindustrie
Audi-Chef-Stadler soll in VW-Vorstand

Eine neue Personalie von Volkswagen: Audi-Chef Rupert Stadler könnte nach einem Pressebericht in den Vorstand von VW aufrücken. Audi soll die Krise besser überstehen als die Konkurrenz. Damit wäre eine Belohnung fällig.

HB DÜSSELDORF. Audi -Chef Rupert Stadler soll nach "Spiegel"- Informationen zusätzlich in den VW-Konzernvorstand in Wolfsburg aufrücken. VW-Vorstandschef Martin Winterkorn habe ihm dies zugesagt, wenn er die Marke erfolgreich führe, schreibt das Magazin in seiner neuen Ausgabe. Ein Sprecher von Volkswagen sagte dazu am Samstag lediglich: "Personalspekulationen kommentieren wir nicht."

Die VW-Tochter Audi sieht sich in diesem Jahr auf gutem Weg, trotz der Krise besser als die Konkurrenz abzuschneiden. "Wir werden 2009 mit einem sehr soliden Ergebnis abschließen", hatte Audi-Chef Stadler bei der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt angekündigt.

Der Autobauer Audi hält unverändert an seinen Absatzzielen fest. "Wir gehen für das Gesamtjahr 2009 weiterhin von einem Volumenrückgang von rund 10 Prozent auf etwa 900 000 Autos aus", sagte Unternehmenschef Rupert Stadler der "Börsen-Zeitung" diese Woche. In den ersten acht Monaten des Jahres waren die Verkäufe um 7,5 Prozent zusammengeschmolzen. Damit hat sich die VW-Tochter in der Wirtschaftskrise aber noch besser gehalten als die meisten Wettbewerber. "Für 2009 werden wir ein solides Ergebnis erwirtschaften."

Dass es mit dem Auslaufen der Abwrackprämie in Deutschland doch noch einen Einbruch am Jahresende gibt, glaubt Stadler nicht. "Wir merken, wie sich ein Boden bildet, und in einzelnen Märkten kommen wir jetzt Stück für Stück aus diesem Tal heraus." Audi hatte vor allem mit seinem Einstiegsmodell A3 und den kleineren Varianten des Mittelklasse-Autos A4 von der staatlichen Hilfe profitiert. "In einigen Exportmärkten sehen wir, dass die Nachfrage sogar wieder leicht steigt", ergänzte Stadler. "Wir haben alle das Gefühl, dass die Konjunktur die Talsohle erreicht hat."

Stadtler warnte aber vor überbordendem Optimismus: "Wir werden auch 2010 und 2011 mit einigen Herausforderungen konfrontiert sein." Audi war der Absatzschwäche mit Kurzarbeit begegnet. Diese hat das Unternehmen inzwischen aber zurückgefahren. "An einzelnen Standorten haben wir punktuell noch Kurzarbeit, aber in einem deutlich geringeren Umfang." Audis Ziel ist es weiterhin, bis zum Jahr 2015 die Zahl der verkauften Fahrzeuge auf 1,5 Millionen hochzuschrauben. "Es wird schließlich auch eine Zeit nach der Wirtschaftskrise geben."

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