Autoindustrie
BMW bringt den Mini groß raus

Der BMW-Konzern hat seiner Kleinwagenmarke Mini ehrgeizige Wachstumsziele verordnet. „Bis 2008 wollen wir den Mini-Absatz auf 240 000 Autos pro Jahr steigen“, sagte BMW-Vertriebsvorstand Michael Ganal im Gespräch mit dem Handelsblatt. BMW will den Kleinwagen fünf Jahre nach seiner Einführung im Herbst in einem neuen Gesicht zeigen. Noch vor Weihnachten soll der neue Mini dann bei den Händlern stehen.

MÜNCHEN. In diesem Jahr werden die Mini-Verkäufe wohl auf 180 000 Einheiten sinken, das wären gut 20 000 weniger als noch im Jahr 2005. Das ist jedoch kein Zeichen mangelnder Nachfrage. Die Münchener können momentan nicht genügend Autos liefern, weil die Mini-Fabrik in England erweitert wird. „Der kleinste Umbau im Werk Oxford führt sofort zu einer Unterbrechung der Produktion“, sagt Ganal.

Das „Abenteuer Mini“ ist fünf Jahre nach dem Start ein großer Erfolg für BMW. Im März 2000 standen für den Münchener Autohersteller die Dinge auf Spitze und Knopf, denn Mini war Teil der britischen Rover-Gruppe. Nach Milliardenverlusten entschloss sich BMW, Rover für einen symbolischen Preis von zehn Pfund zu verkaufen. Heftig diskutierte der Vorstand die Zukunft des Mini – und entschloss sich, im Alleingang weiterzumachen. Der Grund: Unter der eigenen Marke BMW wollte der Konzern die Produktpalette nicht ausweiten. Dafür schien der Mini gut geeignet. Positiver Nebeneffekt: Ähnlich wie der Smart bei Mercedes senkt auch der Mini den Flottenverbrauch der Münchener, ein wichtiges Argument gegenüber EU- und US-Umweltbehörden.

Von Beginn an legte BMW auf eine Trennung der Zielgruppen wert. So unterhält BMW eine eigene Markenakademie in München, in der Führungskräfte und Händler auf die unterschiedlichen Zielgruppen für den Mini und die BMW-Modelle getrimmt werden. Das Unternehmen sieht seine idealen Kunden so: Während sich der BMW-Käufer erfolgsorientiert, aber wertkonservativ gibt, definiert sich der Mini-Fahrer vor allem über die Abgrenzung zu etablierten Statussymbolen. Er ist postmodern, jung und Single, Metropolen sind sein Zuhause.

Im Vergleich zum Durchschnitt der BMW-Stammkundschaft seien die Mini-Fahrer mit Ende 30 fast zehn Jahre jünger. „Wo immer das möglich ist, wollen wir den Mini mit eigenen Verkäufern vertreiben“, sagt Ganal.

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