Autoindustrie
Car-Sharing boomt auch bei Unternehmen

Nach den Privatkunden sind jetzt die Firmen dran beim Car-Sharing. Wenn es nach der Autoindustrie geht, lautet das neue Credo des modernen Unternehmens bald: Teile dein Dienstauto mit dem Kollegen.
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MünchenSeit ein paar Wochen sind die Münchener Taxifahrer eine hübsche Standardtour los. Gut 70 Euro brachte bislang eine Fahrt von der Infineon-Zentrale im Süden der Stadt zum Flughafen weit im Norden. Ausgaben, die sich der Konzern jetzt spart. Denn seit Anfang Februar setzen sich die meisten Mitarbeiter lieber in ein Mini-Cabrio oder einen BMW X1 und steuern selbst. Am Flughafen bleibt das Auto einfach stehen – für den nächsten Kollegen. Der findet seinen Dienstwagen nach der Landung per Smartphone im Parkhaus.

„Einfach und genial“ preist die Firmenbroschüre das hauseigene Car-Sharing, durch das die Mitarbeiter Zeit sparen sollen und der Halbleiterkonzern Geld. „Der Start war ein großer Erfolg“, sagt Jörg Gerhardt, Leiter des Mobility Service Managements des Konzerns. 600 Infineon-Mitarbeiter haben sich in der Konzernzentrale in Neubiberg bereits für das Projekt angemeldet. Wer will, kann die Autos nach Feierabend oder am Wochenende gegen eine Gebühr mit nach Hause nehmen. „Die Fahrzeuge sind für Geschäftsfahrten und auch für die Privatnutzung gut ausgelastet“, heißt es bei Infineon. Nach einer Pilotphase will der Konzern im Sommer über eine Ausweitung entscheiden.

Auch bei BMW ist man von dem Konzept „Alphacity“ überzeugt, denn das Angebot soll neue Türen öffnen. „Wir gehen davon aus, dass wir zehn bis 15 Firmenkunden in diesem Jahr gewinnen können“, sagt Marco Lessacher, Deutschlandchef der konzerneigenen Flottentochter Alphabet. „Die Unternehmen sparen Administration, Abrechnungen und Reisekosten.“ Die Zeiten im Leasinggeschäft haben sich gewandelt: „Früher verlangten die Kunden Fahrzeuge, heute vor allem Mobilität und Nachhaltigkeit.“ 
Mit immer neuen Angeboten versuchen Autohersteller wie Daimler (car2go) oder BMW (DriveNow, Alphacity) sowie Mobilitätskonzerne wie die Bahn (Flinkster), ihren Kunden entgegenzukommen. Die können mit ihren Handys die Autos nicht nur buchen und finden, sondern auch starten und bezahlen. Während sich die Angebote bisher besonders an Privatkunden richteten, geraten nun auch die Firmenflotten in den Fokus der Anbieter.

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  • Dienst- bzw. Firmenwagen sind nichts anderes als Steuersubventionen. Der Staat kann wesentlich mehr Einnahmen erzielen, wenn Firmenwagen nicht mehr steuerlich absetzbar sind - wie z.B. in Frankreich. Wer sich privat ein teures Auto kaufen möchte, kann dies ja gern tun.

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