Autoindustrie
Ford-Familie prüft Aktienverkauf

Abschied auf Raten: Nachdem bereits Gründer-Urenkel Bill Ford den Vorstandsvorsitz abgeben hat, will sich die Familie nun offenbar auch von der Aktienmehrheit verabschieden. Nach einem Bericht streiten die Mitglieder des Ford-Clans noch über die weitere Strategie.

HB DETROIT. Wie die Agentur Bloomberg am Montag berichtete, informierte der Urenkel des Firmengründers Henry Ford, Bill Ford Jr., Direktoren über die Absichten der Familie vor der Hauptversammlung vergangene Woche. Im April wollten einige Familienmitglieder zudem die Investmentbank Perella Weinberg Partners engagieren, um sich über einen Anteilsverkauf oder andere Strategien beraten zu lassen, berichtete die US-Finanznachrichtenagentur weiter. Von Ford war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Wie es hieß, haben speziell jüngere Mitglieder der Familie Ford darauf gedrängt, die Investmentbank mit dem Verkauf der Aktien oder Alternativen dazu zu beauftragen. Einige ältere Familienmitglieder dagegen wollten weiter am bestimmen Einfluss bei dem Autobauer festhalten.

Das Unternehmen ist schwer angeschlagen und fuhr im vergangenen Jahr einen Verlust von 12,6 Mrd. Dollar ein. Im September hatte Bill Ford den Vorstandsvorsitz an den ehemaligen Boeing-Manager Alan Mullaly abgegeben.

Die Familie Ford hält bisher noch 71 Mill. Klasse-B-Aktien des Unternehmens. Der Wert dieser Papiere ist in den vergangenen acht Jahren von 2,3 Mrd. auf 584 Mill. Dollar gesunken. Der Marktanteil von Ford geht in den USA seit Jahren massiv zurück. Das Unternehmen reagierte darauf mit Werksschließungen und der Streichung von zehntausenden Arbeitsplätzen.

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