Autoindustrie
Mit dem Panamera greift Porsche an

Der Sportwagenbauer Porsche geht in die Offensive: Mit dem neuen viertürigen Sportcoupé Panamera will Porsche künftig im Geschäft mit Luxuslimousinen mitmischen. Die vierte Baureihe ist vor allem ein Angriff auf die deutschen Premiumhersteller. Kritiker entgegnen: Das Timing ist schlecht, der Panamera komme zur Unzeit auf den Markt.

HB SCHANGHAI. Porsche will hoch hinaus. Im 94. Stockwerk des World Financial Centers in der chinesischen Metropole Schanghai zelebrierte der Stuttgarter Sportwagenbauer die Weltpremiere des viertürigen sportlichen Luxuscoupés Panamera, der rund eine Milliarde Euro Entwicklungskosten verschlungen hat.

Die spektakuläre Aktion vom Sonntag, bei der das Auto per Lastenaufzug senkrecht gekippt 425 Meter hochgehievt wurde, hatte gleich mehrfach Symbolcharakter. Auch wenn geplante Stückzahlen von mindestens 20 000 Autos im Jahr nicht die Welt bedeuten, ist der Panamera eine Kampfansage an die etablierte deutsche Premiumkonkurrenz von Audi, BMW und Mercedes- Benz. Hier will man vor allem Käufer abwerben, sagen Porsche-Insider.

Dass das seit Jahren wichtigste neue Modell der Zuffenhausener nicht in Detroit oder auf der IAA in Frankfurt, sondern auf der Auto Schanghai seinen Premiere feiert, ist eine Geste, „die in China sehr gut angekommen ist“, wie ein Porsche-Sprecher sagt.

Doch dahinter steht auch Porsche-Chef Wendelin Wiedekings Überzeugung, dass die asiatischen Märkte und da besonders China weiter wachsen. „Wir haben volles Vertrauen in ihre künftige Wirtschaftskraft“, sagte zuvor Wiedeking, der seine Teilnahme an der Premiere und der Automesse wegen einer Krankheit kurzfristig absagen musste. China liegt derzeit hinter den USA und Deutschland immerhin schon auf dem dritten Rang der größten Porsche-Märkte. Und es dürfte nicht lange dauern, dass sich das Reich der Mitte vor Deutschland schieben wird, wie Porsche- Sprecher Christian Dau sagt.

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