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Autoindustrie: Nordrhein-Westfalens unbekannter Exportschlager

Kastenwagen, Scheinwerfer, Sitzbezüge: Während alle über Probleme von Opel und Ford reden, arbeitet das Herz der Autoindustrie von NRW unscheinbar, aber erfolgreich. Besonders deutlich wird das im Daimlerwerk Düsseldorf.

Daimlers unscheinbarer Exportschlager: Der Sprinter.
Daimlers unscheinbarer Exportschlager: Der Sprinter.

DüsseldorfDüsseldorf, das ist die Kö, Fortuna und Alt-Bier. Doch eines der erfolgreichsten Exportschlager der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt ist nur wenigen bekannt. Auf einem 175.000 Quadratmeter großen Werksgelände im Norden von Düsseldorf schweißen, kleben und montieren rund 6600 Mitarbeiter und 500 Industrieroboter den Sprinter, Daimlers Kastenwagen. Ein unscheinbares Nutzfahrzeug, meist weiß, das von Speditionen, Paketdiensten und Handwerksbetrieben eingesetzt wird. 152.000 Fahrzeuge rollten 2011 vom Band – nirgendwo auf der Welt produziert Daimler mehr Nutzfahrzeuge. Fast jeder geschlossene Sprinter, der in Europa und Nordamerika unterwegs ist, wurde hier zusammengebaut. Im laufenden Geschäftsjahr soll der Produktionsrekord aus dem Jahr 2008 eingestellt werden.

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Die Geschichte des Sprinters ist eine Erfolgsgeschichte, die selten erzählt wird. Die Dramen der nordrhein-westfälischen Autoindustrie beherrschen die Schlagzeilen. In Bochum bangen die Opel-Mitarbeiter um ihren Job. In Köln müssen die Ford-Werke Kurzarbeit anmelden. Man könnte meinen, dass die Autobranche in NRW in der Krise steckt. Dieser Eindruck trügt.

Zulieferbranche Wer die Automobilindustrie in NRW antreibt

  • Zulieferbranche: Wer die Automobilindustrie in NRW antreibt
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„Die Automobilindustrie gehört weiterhin zu den Kernindustrien in NRW“, sagt auch Karl-Uwe Bütof, Ministerialdirigent im Wirtschaftsministerium NRW. In den landesweit rund 228 Unternehmen der Automobilindustrie sind über 84.500 Angestellte beschäftigt. Gemeinsam erwirtschaften sie einen Umsatz von 35,8 Milliarden Euro – so viel wie das gesamte Bruttoinlandsprodukt von Mecklenburg-Vorpommern.  

Natürlich ist die Krise auch an NRW nicht spurlos vorbei gegangen. Als die Absatzkrise die Branche 2008 frontal traf, mussten viele Unternehmen den Gang in die Insolvenz antreten. Schlagzeilen machten die Pleiten von Henniges, TMD Friction, Tedrive, Edscha und Ruwel. „Mittlerweile haben sich Zulieferer von der Krise erholt“, sagt Bütof. Vor allem die Exporte ziehen wieder an. Von allen Kfz-Komponenten, die in Nordrhein-Westfalen entwickelt und produziert werden, bleiben nur fünf Prozent im Land. 65 Prozent gehen in andere Bundesländer und 30 Prozent in den Export.

Opel Bochum Warten auf den Todeskuss aus Detroit

Die Opel-Mitarbeiter in Bochum müssen weiter zittern. Denn Mutterkonzern General Motors muss seine Kapazitäten in Europa abbauen und die Kosten senken. Deutschland soll ganz oben auf der Streichliste stehen.

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So unscheinbar wie Daimlers Kastenwagen ist auch das Autoland NRW. Erfolgreich ist die heimische Autoindustrie besonders mit wenig spektakulären Bauteilen - Scheinwerfern, Nockenwellen, Sitzbezügen. Von den 100 weltweit umsatzstärksten Automobilzulieferern kommen sechs aus Nordrhein-Westfalen. 30 Prozent aller deutschen Zulieferbetriebe produzieren an Rhein und Ruhr.

  • 12.05.2012, 15:56 Uhromontono

    das ist so gewollt, ein Lieferwagen soll nicht ewig halten - nur solange, bis die Leasingzeit vorbei ist.

    Ein Ford Transit rostet auch serienmäßig.

    Wer ein Fahrzeug längerfristig fahren will, rate ich zur Rostschutzvorsorge von Mike Sander.

    ca. 500-800 Euro sollte man pro Fahrzeug investieren. Ist aber auf jeden Fall ein Langzeitschutz und allemal billiger, als ein neues Fahrzeug oder die umfangreiche Rostbeseitigung.

  • 11.05.2012, 21:37 Uhrehemaliger

    ....wäre diese Fahrzeug-Generation feuerverzinkt, würde ich als alter Daimler-Kunde sofort einen bestellen. Aber nichts dergleichen ist in Sachen Rostvorsorge. Es ist eine Schmach, dass dieses Fahrzeug eine Rostlaube allererster Güte ist. Ich bin soeben in Schweden. Hier ist ein Generalimporteur, der mir sagt, wäre das Problem der Rostvorsorge von Daimler gemacht worden, könnten alte Lieferzeiten wieder anstehen. Und so ist es. Längs des Fahrzeugs von Vorne bis Hinten, die hinteren Türen unten von rechts nach links, die Radhäuser vorne und hinten nach einigen Jahren Rost ohne Ende. Es ist unfaßbar, was Stuttgart da verbrochen hat. Der Wagen hat einen stolzen Preis in welcher Ausführung auch immer und dann dies. Aber das interessiert die Verantwortlichen oben überhaupt nicht.
    Vorstand Renschler für LKW, natürlich der Oberverantwortliche Zetsche müßten die Firma auf der Stelle verlassen. Bei den PKW-s ist es ja genau so. Auch hier nach einigen Jahren Rost, Rost, Rost. Und darum gibt es die Bestrafung. Nicht mehr Daimler, nicht mehr Mercedes. Hinüber zu VW. Der Multivan ist wie alle anderen Fahrzeuge feuerverzinkt, komplett. Selbst der Caddy in Polen ist verzinkt, in Polen, ich wiederhole ausdrücklich. In jeder Preisliste in jedem Katalog von VW wirds gesagt und es ist auch so. Kunststoffschalen in den Radkästen. Beim Sprinter hinten nicht. Mercedes war einmal. Diese Dramatik mit dem Rost ist zwischenzeitlich in jeder Familie und Firma bekannt. Diese ehemals feine Adresse ist nur noch Asche.

  • 11.05.2012, 18:11 UhrAllace64

    Der Sprinter wird auch an Volkswagen verkauft und läuft dort unter dem Namen Crafter mit Erfolg. Ebenso in USA als Dogde. Der Sprinter ist im Moment in New York als Luxusbus der letzte Hit und wird bevorzugt von den Reichen und Schönen vor den streched Lincolns oder Hummer nun bevorzugt. Der Sprinter ist wirklich eine Erfolgsgeschichte.

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