Autoindustrie
SAIC formt chinesischen Auto-Riesen

Am chinesischen Aktienmarkt entsteht ein neuer Automobilriese. Shanghai Automotive wird Konzernteile mit ihrer Mutter SAIC Motor tauschen, um die Rentabilität zu steigern und die Expansion im Ausland voranzutreiben. Am Ende der Transaktion steht der größte Automobilhersteller des Landes.

Bloomberg SCHANGHAI. Zur Finanzierung wird Shanghai Auto junge Aktien im Wert von 19,1 Mrd. Yuan (1,87 Mrd. Euro) an SAIC ausgeben und Vermögenswerte im Wert von 2,34 Mrd. Yuan an die Mutter übertragen. Damit steigt das Unternehmen zum größten börsennotierten Automobilproduzenten des Landes auf.

Im Rahmen der Transaktion erhält Shanghai Auto 15 Sparten sowie Immobilien von SAIC, darunter die Anteile an Joint Ventures mit Volkswagen und General Motors, sowie Immobilienbesitz. Mit der Transaktion erhöht die Muttergesellschaft ihre Beteiligung an Shanghai Automotive von 68 auf 84 Prozent.

Der Schritt hilft SAIC dabei, den Kapitalmarkt anzuzapfen, ohne selbst Aktien auszugeben. SAIC ist der umsatzstärkste Autohersteller Chinas. Er hält einen Anteil von 50 Prozent am Gemeinschaftsunternehmen Shanghai Volkswagen, das seit 1985 das VW-Modell Santana in China herstellt. Das Joint Venture montiert zudem die Modelle Passat, Gol und Polo. Daneben ist SAIC mit 30 Prozent an Shanghai General Motors beteiligt und hält über ihre Tochter Shanghai Auto weitere 20 Prozent an dem Unternehmen. Shanghai GM fertigt die Buick-Limousine Excelle sowie Kleinbusse des Typs GL8.

SAIC hat bislang 685 Mill. Dollar aufgewendet, um ausländische Marken und Werke zu kaufen. Um die weltweite Expansion voranzutreiben, holte das Unternehmen den ehemaligen China Chef von GM, Phil Murtaugh, an Bord. Bis 2010 will der Konzern mehr als 45 000 Fahrzeuge unter seiner eigenen Marke exportieren.

Der Aktienkurs von Shanghai Auto schnellte am gestrigen Dienstag in Schanghai nach oben. Dabei hatten sich die Zahlen zuletzt eingetrübt. Nach drei Quartalen mit steigenden Gewinnen bröckelte der Ertrag im Dreimonatszzeitraum bis Ende Juni ab. Angesichts steigender Kosten sank der Nettogewinn um 1,5 Prozent auf 318 Mill. Yuan. Die Betriebskosten kletterten im ersten Halbjahr um 61 Prozent. Die Bruttomarge sank um 3,25 Prozentpunkte auf 15,4 Prozent.

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