Autoindustrie

Tesla will ab August in Deutschland verkaufen

Tesla präsentiert hervorragende Zahlen, und die Aktie legt fast 25 Prozent zu. Der Hersteller von Elektroautos hat große Pläne. Schon bald möchte Tesla den deutschen Markt erobern.
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Das beste Auto der Welt?

Los AngelesNach neuen Quartalszahlen wächst Tesla gewaltig. Der Elektroautohersteller erzielte zum ersten Mal in seiner zehnjährigen Geschichte einen Gewinn. Auch der Umsatz von 562 Millionen Dollar fiel im Vergleich zu Analystenschätzungen deutlich höher aus, die Aktie schnellte zur Börseneröffnung um fast 25 Prozent nach oben.

Der Erlös könnte mit der internationalen Expansion weiter rapide steigen. Laut Firmengründer Elon Musk ist Deutschland dazu ein Schlüsselmarkt. Dort soll die vollelektrische Limousine Model S ab August zu haben sein. In Deutschland wird Model S wie in den USA mit einer 60 und 85kWh Batterie in zwei Varianten angeboten. Der Preis für die kleinere Version liegt bei rund 72000 Euro, umgerechnet fast 19 000 Euro höher als in den USA. „Ich setze große Hoffnungen auf Deutschland“, sagte Musk am Rande der Milken Global Conference in Los Angeles.

2014 soll der siebensitzige SUV Tesla X produziert werden, ein Auslieferungsdatum für Deutschland steht noch nicht fest. Den Durchbruch zum Massenhersteller soll ein Mittelklassewagen bringen, der bislang unter dem Codenamen Blue Star läuft. Nach Schätzung von Musk kommt der frühestens 2017 auf den Markt, mit dem er das jährliche Verkaufsvolumen von Tesla auf ein Prozent der US-Neuwagen hochfahren will. Das wären mindestens 150.000 Fahrzeuge.

Allerdings sind die Herausforderungen gewaltig. In den vergangenen Wochen gingen mit Fisker und Coda gleich zwei Elektroautopioniere in Konkurs. Auch kämpft Tesla mit Vertriebsproblemen in den USA. Dort will Tesla die seine Fahrzeuge direkt an die Kunden verkaufen, was in vielen Bundesstaaten wie Texas verboten ist. Autohändler laufen Sturm gegen das kalifornische Unternehmen, das per Gesetzesänderung deren Hoheitsrechte außer Kraft setzen will.

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14 Kommentare zu "Autoindustrie: Tesla will ab August in Deutschland verkaufen"

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  • Hallo,
    Tesla wird seinen Platz und auch in Deutschland genügend Käufer finden.
    Man muss bedenken das die Entwicklung weiter geht und Tesla erst am Anfang steht, trotzdem haben sie bereits erreicht wo von andere nicht einmal zu träumen wagten. Vor 30 Jahren konnte sich auch niemand vorstellen das mal ein Sportwagen von einem Diesel angetrieben wird oder das man mit einem Handy im Internet surfen kann.
    Ein Auto mit Elektroantrieb ist vielleicht nicht für jeden Interessant, wie eben auch ein Diesel der übrigens immer noch eine Dreckschleuder ist!
    Die Durchschnittliche tägliche Fahrleistung, liegt bei vielen vermutlich deutlich unter dem was der Tesla schafft, das Argument mit der Reichweite zieht also nicht bei jedem.
    Und wenn ich mir z.B. vorstelle, wie viele Fahrzeuge alleine die Post täglich auf der Straße hat, die von Haus zu Haus fahren den Motor stoppen, wieder starten und am Ende des Tages nicht einmal 100km auf dem Wecker haben....
    Das Problem sehe ich nicht im Tesla, sondern eher in der Einstellung der Menschen gegenüber Inovationen.

  • Sie wollen sich einen Tesla zulegen? Dann machen Sie mal!

    Aber andere - wie zum Beispiel ich - brauchen Mobilität, und das bedeutet die Freiheit, jederzeit zu einer Fahrt beliebiger Länge aufbrechen zu können, ohne Angst haben zu müssen, daß der große Sohn das Auto vielleicht zuletzt nicht an die Ladestation gehängt hat, oder daß sich der Akku unterwegs vorzeitig entlädt. Das macht das "Antriebsprinzip Akku" für mich und die meisten Mitbürger von vornherein unbrauchbar.

    Deshalb ist Ihre Aussage "Dem Elektroauto gehört die Zukunft" nicht haltbar. Der Antrieb der Zukunft ist der Dieselmotor, weil die chemische Speicherung von Energie in einer Flüssigkeit sowohl hinsichtlich der Energiedichte (geringes mitzuführendes Gewicht) als auch der Handhabbarkeit (Tankstopp von fünf Minuten) und der Sicherheit (keine Gefahr im Betrieb, geringe Gefahr bei Unfällen).

    Elektroautos werden von Normalverbrauchern ignoriert und von der Industrie ebenso wie von uns als politisch gesteuerter Hype abgetan. Wenn die Industrie überhaupt in gespielter Begeisterung auf diesen Unsinn reagiert hat, dann aus zwei Gründen: zum ersten aufgrund der erheblichen Subventionen, zum zweiten aufgrund des Bestrebens der EU-Kommission, über per Diktat festgesetzte CO2-Flottenverbrauchswerte die auf das Premiumsegment ausgerichtete deutsche Automobilindustrie kaputtzumachen. Besser wäre es, wenn die deutsche Wirtschaft sich endlich gegen den sie zerstörenden Öko-Hype mit all seinen Lügen und Märchen zur Wehr setzen würde.

  • @Zwahlen
    Soso...wintertauglich also???!!!
    Und das beheizen der Batterie verbraucht wohl keine Energie, oder was!?
    Mal schaun, wie viel dieser E-Autos in Deutschland verkauft werden. Mehr als 10.000...ich schätze jedoch, dass nicht mal 10.000 verkauft werden! Das E-Auto ist und bleibt ein Freizeitvergnügen für die, die es sich leisten wollen bzw. können. Für die Allgemeinheit ist das E-Auto nicht tauglich!

  • @ Thomsen
    Ich weiß ja nicht, was sie für ein 'Fachmann' sind. Aus meiner Kenntnis der Fakten als Entwickler von Plug-in Fzgn./ Mild-Hybriden und Full-Hybriden in der Autoindustrie kann ich nur sagen: die Li-Ion-Akkus der E-Autos haben die gleiche Technologie wie jene der PC-Akkus, die eben sehr wohl nach 2- bis 3- Jahren durch die ständigen Lade- und Entladezyclen verbraucht sind. Dies entspricht übrigens auch der verbreiteten Erfahrung aller Konsumenten mit ihren PC- Ersatzakkus.

    Zur Elektro- Chemie und zum Schadstoffgehalt lesen sie doch mal die Spezifikationen der Li-Ion-Akkus der Firmen Magna, Sanyo oder Saft.

    Und zum Thema Gesamtwirkungsgrad hilft bereits der Umwelt-Test von GREENPEACE oder ADAC zu den Hybrid- Autos vs. Diesel- und Benzin- Antrieben, die alle bereits veröffentlicht wurden.

  • Dem Elektroauto gehört die Zukunft. Der TESLA S ist ein fantastisches Auto und ist zudem noch sehr schick. Schauen Sie einmal auf die hompage von Tesla. Nebenbei erwähnt beträgt die Garantieleistung 8 Jahre!!
    Addieren Sie bitte alle Gewichte zusammen von einem Auto mit konventionellem Antrieb (Motor, Getriebe, Antriebsstrang etc.). Da wird das Batteriegewicht fast gleichgestellt. Ich werde mir den TESLA S zulegen. Die Reichweite von fast 500 km pro Ladung ist fantastisch. Auch Wintertauglich da die Batterie beheizt wird entsteht nur ein Verlust von ca. 10%. Die Beschleunigungswerte sind enorm. Bis Sie die Kupplung loslassen sehen Sie von meinem Wagen bereits die Rücklichter ....

  • Ihre Zahlen stimmen leider nicht. Gesamtwirkungsgrad e-Auto ist ca. Faktor 2-3 besser als die effizientesten Verbrenner (20 kWh vs. 60 kWh / 100km). Heutige Li-Ion Zellen schaffen gut 1.700 Zyklen, bevor sie noch 80% ihrer Kapazität haben - würde beim Tesla mehr als 500.000 km bedeuten. Akku beim Model S wiegt 440kg und enthält keine ngiftigen Sondermüll, sondern ist zu 98% recyklierbar. Der Energieaufand zur Herstellung des Akkus entspricht ca. 1.100 l Benzin und an Lithium findet sich im Akku kaum mehr als in einem 24-teiligen Tassen- und Tellerset aus Porcellan.

  • In den USA sind die Preise netto (zzgl. der jeweiligen) Salestax. In Deutschland werden sie inkl. 19% MwSt. angegeben.

  • Hier mal eine nüchterne Bilanz zum E-Auto:

    Gewicht ca. 2000 kg, davon 500 bis 700 kg allein der Li-Ion-Akku für ca. 300 bis 500 km Reichweite.

    Nach ca. 3 Jahren hat der Akku nur noch 50% seiner ursprünglichen Kapazität und muß dann recycelt werden: 1/2 Tonne giftiger Sondermüll !

    Der Gesamtwirkungsgrad des E-Autos im Vergleich zu einem hocheffizienten Diesel- Fzg. beträgt - je nach Gewinnung der Primärenergie - max. die Hälfte des Diesels.

    Fazit: das einzig verantwortbare und sinnvolle E-Fzg. - neben der S- und U- Bahn, die ihren Energiespeicher sinnvollerweise nicht mitführen - ist das ca. 25 kg schwere E- Bike / Pedelek, das einen ca. 3kg schweren Akku mit etwa 400 Wh mitführt.

    Das 100% stromgetriebene E-Auto - das seinen Energiespeicher auch noch mitführt - ist eine Umweltsünde erster Ordnung!

    Sinnvoll und aus Sicht der Umwelt verantwortbar ist nur ein E-Auto mit STROMABGREIFERN analog O- Bus und E- Zug.

    Hier könnte man sich ein E-Auto mit seitlichen Stromabgreifern und Stützbatterie / Akku für autonomes Fahren zwischen den Stromleitsystemen ( z. B. an der Mittelleitplanke von Autobahnen / Fernstrassen) vorstellen.

  • Der Deutsche Michel ist es doch gewohnt bei Autos Mondpreise zu zahlen.

  • Mal eine Frage an den Redakteur und in die Runde: Und warum soll der dumme Deutsche (oder Europäer an sich)denn etwa TEUR 19 mehr hinblättern als der Ami? Kann man den Spass dann nicht selber importieren und gegebenenfalls umrüsten lassen, oder warum möchte Herr Musk soviel mehr hier verlangen? Darüber habe ich nichts im Bericht gelesen oder habe ich das überlesen?

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