Autoindustrie
Vorsprung durch Konkurrenz

Wenn es um automobile Spitzenprodukte geht, dann beherrschen die Deutschen den Weltmarkt. Sie konkurrieren hart, aber genau das macht die Autobauer so stark.
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Es ist ein paar Jahre her, da unterhielt ein schwedischer Automanager seine Zuhörer mit einer interessanten Feststellung. Es sei nicht fair, dass sich die deutschen Autohersteller gegenseitig so viel Konkurrenz machten. Bei dem Tempo hätten alle anderen irgendwann keine Chance mehr. Der Mann sollte recht behalten. In diesen Tagen fährt Saab endgültig in die Pleite, Volvo sucht sein Heil bei neuen Eigentümern in China. BMW, Mercedes, Volkswagen und Audi werden hingegen dieses Jahr mit absoluten Rekordzahlen abschließen.

Wenn es um automobile Spitzenprodukte geht, dann beherrschen die Deutschen den Weltmarkt. Global stammen sechs von zehn Nobelautos aus deutscher Produktion. Dabei ist es ausgerechnet der beinharte Wettbewerb der Autobauer aus München, Stuttgart und Ingolstadt, der die deutschen Hersteller so stark macht. Jede kleinste Innovation wird sofort von den Konkurrenten übernommen, verbessert oder mit der nächsten Innovation gekontert. Lange haben vor allem BMW und Mercedes einen erbitterten Kampf um die Vorherrschaft geführt. In deren Schatten hat die VW-Tochter Audi deutlich aufgeholt und wird in diesem Jahr wohl erstmals mehr Autos verkaufen als die Marke Mercedes.

Platz genug ist für alle deutschen Edelhersteller. Der scharfe Wettbewerb trifft auf Märkte, die aufnahmefähig sind wie nie. Während das Geschäft in Europa stagniert und es sich in den USA langsam erholt, kennt der Nachfrageboom in den Schwellenländern kein Ende. China ist neben Brasilien, Russland und Indien der Markt, der keine Grenzen kennt. Deutsche Automarken werden hier schon fast mystisch verehrt, denn sie verweisen auf Ansehen und Wohlstand des Besitzers.

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