Autoindustrie
VW freit um Suzuki

Volkswagen soll um einen Einstieg bei Suzuki verhandeln, die Gespräche seien schon weit fortgeschritten. Das berichtet ein Fachmagazin. Neben den Geländewagen ist vor allem die Mottoradsparte für die Wolfsburger interessant.

DÜSSELDORF. VW verhandelt einem Bericht zufolge weiter über einen Einstieg beim japanischen Kleinwagen- und Motorradhersteller Suzuki. Die Gespräche seien weit fortgeschritten, berichtete die Branchenzeitschrift "Automobilwoche". "Wir rechnen damit, dass eine grundsätzliche Verständigung noch in diesem Jahr zustande kommt", zitierte das Fachblatt einen "hochrangigen Suzuki-Manager am Rande der IAA".

Ein VW-Sprecher wollte dazu am Samstag keinen Kommentar abgeben. Gerüchte über VW und Suzuki gibt es schon länger, im August hatte Reuters von einer mit der Angelegenheit vertrauten Person erfahren, es habe schon Gespräche der beiden Firmen gegeben. "Für Suzuki und VW wäre diese Verbindung eine Win-win-Situation", sagte der Suzuki-Manager dem Magazin zufolge weiter. "Suzuki hätte Zugriff auf eine Vielzahl von VW-Technologien, während Volkswagen ein solides Standbein in Indien und in Südostasien erhielte".

VW-Aufsichtsratskreise bestätigten der Automobilwoche zufolge das Interesse an Suzuki: "Wenn es dazu kommen sollte, könnte man von Suzuki eine Menge lernen." Selbst die Motorradsparte sei für VW interessant, da in Schwellenländern die individuelle Mobilität meist mit Motorrollern und Kleinkrafträdern beginne. VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piech hatte die Spekulationen auf einen Zukauf angeheizt: "Ein Dutzend kann man sich leichter merken als zehn", hatte er zum Thema möglicher Übernahmen gesagt. Die Beteiligungen Porsche und MAN nicht mit gerechnet, gehören derzeit neun Marken zum Wolfsburger Konzern.

Der ebenfalls von Piech ins Spiel gebrachte Name "Auto Union" für den Gesamtkonzern wurde am Samstag kritisiert: "Volkswagen muss Volkswagen bleiben", sagte VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh der Zeitung "Welt am Sonntag". Porsche-Chef Michael Macht sagte der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung", der traditionsreiche Name habe zwar Charme, brächte aber Probleme in englischsprachigen Ländern, wo "union" Gewerkschaft bedeutet. "Wer kauft seinen Wagen von einer Autogewerkschaft?", sagte der Porsche-Chef.

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