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Autoindustrie: Wird auch Isuzu Teil des VW-Imperiums?

Erst gestern wurde bekannt, dass VW groß bei MAN einsteigen will. Nun heißt es aus Kreisen, dass auch der japanische Lastwagenbauer Isuzu einer Beteiligung von Volkswagen nicht abgeneigt wäre.

Absprachen scheinen noch nicht getroffen, ISUZU scheint sich eine Beteiligung von VW jedoch vorstellen zu können. Quelle: picture-alliance
Absprachen scheinen noch nicht getroffen, ISUZU scheint sich eine Beteiligung von VW jedoch vorstellen zu können. Quelle: picture-alliance

Tokio/Hamburg Ein hochrangiger Isuzu-Manager sagte der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag, eine Kapitalverflechtung sei derzeit zwar nicht geplant, aber eine Möglichkeit für die Zukunft. Der führende japanische Hersteller von Kleintransportern spreche mit Europas größtem Autobauer bereits über eine Zusammenarbeit bei Lkw-Motoren und auf anderen Gebieten.

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VW-Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch hatte zuletzt am Montag gesagt, Volkswagen prüfe Möglichkeiten einer Zusammenarbeit mit Isuzu bei Zulieferteilen. Eine Kapitalbeteiligung stehe derzeit nicht auf der Tagesordnung. Die japanische Zeitung "Nikkei" hatte unlängst berichtet, VW und Isuzu strebten eine Vereinbarung bereits im Herbst an. Isuzu wollte sich am Dienstag nicht äußern. Das Unternehmen will am Mittwoch seine Geschäftszahlen für das Ende März abgelaufene Geschäftsjahr präsentieren.

Isuzu will sein Geschäft mit mittleren und schweren Lastwagen ausbauen und sucht dafür einen strategischen Partner. Der japanische VW-Rivale Toyota ist mit knapp sechs Prozent an dem Unternehmen beteiligt. Isuzu und Toyota haben allerdings ein Projekt für die gemeinsame Entwicklung von Dieselmotoren beendet, das ursprünglich der Grund für den Einstieg war.

Volkswagen könnte durch eine Zusammenarbeit mit Isuzu seine Präsenz in Asien ausbauen. Europas größter Autokonzern unterlegt solche Kooperationen oft - wie bei dem japanischen Motorrad- und Kleinwagenspezialisten Suzuki - auch mit Kapital. Der Konzern aus Wolfsburg schmiedet gerade einen Lkw-Riesen aus seiner schwedischen Tochter Scania und dem Münchner Maschinen- und Nutzfahrzeugkonzern MAN.

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