Autokauf
Daimlers anderer China-Rekord

Pump statt Bares - die Chinesen ändern gerade ihre Art, wie sie ihr Auto bezahlen. Davon profitiert Daimlers Finanztochter. Dem Konzern dienen die Kunden im Reich der Mitte auch als Experimentierfeld für digitale Dienste.

FrankfurtDer Wandel einer Nation zeigt sich oftmals auch in deren veränderten Umgang mit Geld und Finanzdienstleistungen. Noch vor nicht allzu langer Zeit wurden in China beispielsweise rund 80 Prozent aller Autos bar bezahlt. Darauf hatte der stolze Besitzer lange gespart, oft legte auch die ganze Familie zusammen. Im Autohaus gingen dann große Geldbündel über den Tisch, dafür gab es Zündschlüssel und Papiere.
Der Wandel zum westlichen Modell des Autokaufs mit Finanzierung oder Leasing, einem Versicherungsvertrag und womöglich noch einer Garantieverlängerung ist jedoch auch im Reich der Mitte in vollem Gange. Daimler Financial Services, die Tochter des Stuttgarter Autobauers, hat in diesem Jahr bis Mitte November nun erstmals die Zahl von 100.000 Neuverträgen überschritten.

„Rund ein Drittel unserer Fahrzeuge dort werden finanziert oder geleast“, berichtet Vorstandschef Klaus Entenmann. Drei Viertel der Kunden schließen sogar auch gleich noch den Versicherungsvertrag im Autohaus ab.
China ist bei den insgesamt 1,2 Millionen Verträgen weltweit, die bei Daimlers Finanztochter in diesem Jahr bisher unterschrieben wurden, zwar immer noch ein eher mittelgroßer Markt. In Westeuropa und den USA ist der Kunde mit der Art des Autokaufs per Bankdienstleistung weitaus vertrauter. Potenzial hat China indes auf ganz andere Art.

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Daimlers anderer China-Rekord

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Fünf Millionen Neuverträge bis 2020

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