Autokonzern Daimler
Betriebsratschef will Mitarbeiter absichern

Monatelang verhandelte der Betriebsrat bei Daimler über die Zukunft der Standorte. Ein entscheidender Punkt fehlt vielerorts allerdings noch: Der Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen.
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StuttgartBetriebsratschef Michael Brecht will die Mitarbeiter an Daimlers Erfolgssträhne teilhaben lassen. In Deutschland soll es auch mittelfristig einen Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen geben, sagte Brecht der Deutschen Presse-Agentur. „Im Herbst wollen wir diese Diskussion mit Volldampf beginnen und noch in diesem Jahr angehen“, so Brecht. „Wir warten natürlich nicht, bis 2016 die Zukunftssicherung ausläuft.“

Die sogenannte Zukunftssicherung gilt für die Tarifbeschäftigten der Daimler AG in Deutschland - dem Betriebsrat zufolge waren das zuletzt rund 135.000. Nur für die Beschäftigten im Düsseldorfer Sprinter-Werks und die im Konzern verbleibenden Mitarbeiter des Niederlassungsnetzes wurden bereits weiter reichende Kündigungsausschlüsse für die nächsten fünf bzw. acht Jahre ausgehandelt.

Insgesamt beschäftigte Daimler zuletzt rund 170.000 Mitarbeiter in Deutschland. Weltweit sind es etwa 280.000. BMW und Volkswagen haben ähnliche Vereinbarungen. Die Zukunftssicherung beinhaltet neben dem Kündigungsausschluss unter anderem Anpassungen von abgesicherten Gehaltsbestandteilen und die maximale Leiharbeiterquote in der Produktion von acht Prozent.

2011 wurde die Vereinbarung unverändert um fünf Jahre verlängert. „Schlechter machen will ich die Vereinbarung nicht“, sagte Brecht. „Im Moment geht unsere Wachstumsstrategie im Unternehmen ja besser auf, als wir ursprünglich geplant haben.“

Der Betriebsratschef warnte allerdings: „Mit einer Zukunftssicherung werden betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen, aber keine Tätigkeiten geschützt.“ Das erfuhren zuletzt die Beschäftigten der Niederlassungsnetzes, das in Teilen verkauft wurde.

„Die beste Zukunftssicherung, die wir eigentlich haben können, sind Investitionen und Innovationen“, sagte Brecht. Der Betriebsrat hat mit dem Konzern in den vergangenen Monaten Vereinbarungen über Investitionen für alle deutschen Standorte getroffen.

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