Autokonzern fährt Produktion zurück
Suzuki leidet unter knappem Stahlangebot

Die Stahlknappheit in Asien bringt den zweiten japanischen Autohersteller in Schwierigkeiten. Suzuki Motor wird wegen der anhaltenden Knappheit des Rohstoffs weniger Fahrzeuge als geplant produzieren.

zel/hof DÜSSELDORF. Ende November hatte bereits Nissan angekündigt, dass im Dezember mehrere Schichten wegen fehlenden Stahls ausfallen.

Wie ein Unternehmenssprecher am Donnerstag bestätigte, muss Suzuki die Inlandsproduktion im ersten Quartal 2005 reduzieren. Die japanische Wirtschaftszeitung „Nihon Keizai Shimbun“ berichtete am Donnerstag ohne Nennung von Quellen, 25 000 Autos würden nicht mehr gebaut. Nach Suzuki-Angaben wird derzeit noch geprüft, wie viele Autos aus den Produktionsplänen gestrichen werden. Der US-Konzern General Motors hält eine Minderheitsbeteiligung an Suzuki.

Die gute Entwicklung beim zweitgrößten japanischen Autoherstellers Nissan wird voraussichtlich auch im nächsten Jahr durch Engpässe in der Stahlversorgung gebremst. „Wir rechnen damit, dass es im März noch immer ein Risiko weiterer Lieferengpässe gibt“, hatte Nissan-Chef Carlos Ghosn bereits Anfang Dezember gesagt. Dadurch könnten bis zu 15 000 Fahrzeuge weniger gebaut werden als geplant.

Im Dezember lässt Nissan die Fertigung in drei seiner japanischen Werke für fünf Tage ruhen, weil Stahlteile fehlen. Die Produktion von 25 000 Fahrzeugen wird in den Januar verschoben. Insgesamt will das Unternehmen, das zu 44 Prozent Renault gehört, im laufenden Geschäftsjahr 3,6 Millionen Autos bauen. Nissan begründete den Stahlengpass damit, dass einige der neuen Modelle überraschend guten Absatz fänden, zusätzlicher Stahl aber kurzfristig nicht zu beschaffen sei. Der südkoreanische Stahlkonzern Posco und der Stahlriese Arcelor hatten angedeutet, dem Autohersteller helfen zu wollen.

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