Autokonzern plant nach Gewinneinbruch drastischen Stellenabbau
General Motors läutet Sparrunde für US-Belegschaft ein

Wenige Tage nach seiner drastischen Gewinnwarnung hat der weltgrößte Autokonzern General Motors (GM) den Rotstift bei der US-Belegschaft angesetzt: Der Hersteller will die Zahl seiner nicht gewerkschaftlich organisierten Mitarbeiter drastisch verringern.

je/hz PORTLAND/FRANKFURT. Als erster Schritt zur Kostensenkung sollen noch im laufenden Jahr bis zu 2 000 Jobs im Verwaltungsbereich in Nordamerika wegfallen. In einigen Bereichen will der Konzern mehr als zehn Prozent der Stellen streichen, hieß es. „Es sind keine Kündigungen geplant“, betonte eine Sprecherin. Der Abbau solle über Frühverrentung und Abfindungsprogramme erfolgen.

Nach Informationen des „Wall Street Journal“ ist in bestimmten Abteilungen ein Beschäftigungsabbau von 28 Prozent geplant. Die GM-Sprecherin wollte dies jedoch nicht bestätigen. Nach ihren Worten werden die Kürzungen zwischen null und einer zweistelligen Prozentzahl liegen und sich auch an der Resonanz auf die Abfindungsangebote orientieren.

Nachdem die europäischen Mitarbeiter von GM in Europa bereits mit einem Abbau von 12 000 Stellen, Lohnkürzungen und flexibleren Arbeitszeiten ihren Beitrag zur Sanierung geleistet haben, droht den amerikanischen Beschäftigten des US-Konzerns jetzt eine harte Sparrunde. Der US-Autoriese hatte am vergangenen Mittwoch seine Ergebniserwartungen für 2005 um rund 80 Prozent gekappt. Für das erste Quartal rechne GM nun sogar mit einem Verlust von mehr als 800 Mill. Dollar.

GM durchlebt derzeit die größte Krise seit Ende der 70er Jahre, als der Konzern nach Milliardenverlusten schmerzhafte Schnitte machen musste. Wie damals legt GM-Chef Rick Wagoner nun die Axt zunächst nur bei den Verwaltungsjobs an. Seit dem Jahr 2000 hat GM die Zahl seiner nicht-gewerkschaftlich organisierten Mitarbeiter bereits um 6 000 Beschäftigte reduziert. Ein GM-Sprecher wollte zwar für das laufende Jahr kein Ziel für einen geplanten Stellenabbau nennen. Insider gehen aber von 1 000 bis 2 000 Jobs wie in den Vorjahren aus.

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