Autokonzern Volkswagens Billigauto kommt wohl erst 2016

VW hadert mit den Kosten des „Budget Car“: Der Verkaufspreis von 7000 Euro soll nicht überschritten werden, deshalb braucht es noch stärkere Produktions-Einsparungen. Die Markteinführung erfolgt ein Jahr später.
1 Kommentar
VW-Autohaus in der Nähe von Shanghai: Das Billigauto hat vor allem im chinesischen Markt großes Potential. Quelle: dpa

VW-Autohaus in der Nähe von Shanghai: Das Billigauto hat vor allem im chinesischen Markt großes Potential.

(Foto: dpa)

Volkswagen wird sein Billigauto vermutlich erst in drei Jahren auf den Markt bringen. Der Vorstand habe sich mehrere Prototypen eines solchen Fahrzeugs zeigen lassen, das nicht mehr als 7000 Euro kosten solle, sagte Betriebsratschef Bernd Osterloh am Donnerstag in Wolfsburg. Demnach sei die Entscheidung, einen Billigauto auf den Markt zu bringen, so gut wie sicher. Gearbeitet werden müsse noch an den Kosten. „Der Verkaufspreis muss erzielt werden“, sagte Osterloh, der im Aufsichtsrat sitzt. Deshalb werde Wagen „eher 2016“ auf den Markt kommen. Bisher war der Billig-VW 2015 erwartet worden.

Mit dem Auto wollen die Wolfsburger zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: es soll wettbewerbsfähig sein und gleichzeitig den hohen Qualitätsansprüchen von VW genügen. Deshalb diskutiert das Management nun auch, eigens dafür entwickelte Komponenten zu verwenden, wie Osterloh sagte. Bisher war man davon ausgegangen, dass der zunächst für China vorgesehene Wagen besonders günstig aus existierenden Bauteilen und in bereits abgeschriebenen Anlagen produziert werden soll. Der Vorteil wäre, dass die Teile nicht erst aufwendig erprobt werden müssten, da sie sich seit Jahren – etwa in früheren Polo- oder Golf-Modellen – bewährt haben.

Für das Projekt, das bei VW unter dem Namen „Budget Car“ läuft, suchen die Wolfsburger noch einen Namen. Die Kernmarke VW soll dadurch nicht verwässert werden. Zudem will VW verhindern, dass die Töchter Skoda und Seat Kunden an eine Marke des gleichen Konzerns verlieren, dessen Fahrzeuge günstiger angeboten werden.

Entwicklungschef Ulrich Hackenberg hatte im Reuters-Interview unlängst gesagt, Volkswagen habe den chinesischen Markt für das geplante Billigauto ins Auge gefasst, weil dort die Absatzchancen am größten und die Produktionskosten niedrig seien. Der chinesische Markt für solche Fahrzeuge wird auf 3,8 Millionen Einheiten im Jahr geschätzt, ein Drittel des Gesamtmarktes.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
  • rtr
Startseite

1 Kommentar zu "Autokonzern: Volkswagens Billigauto kommt wohl erst 2016"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Selbst bei VW intern sagt man: VW kann alles ausser billig ;-)

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%