Autokonzerne
Chinesen steigen angeblich bei General Motors ein

Während sich die USA und China auf politischer Ebene nicht näher kommen, läuft auf die Zusammenarbeit auf der Unternehmensebene offenbar besser.Chinas Autobauer SAIC will Geld in GM investieren.
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HB TOKIO. Chinas größter Autokonzern SAIC hat sich nach langwierigen Verhandlungen offenbar mit dem US-Rivalen General Motors über einen Anteilskauf geeinigt. Beide Konzerne hätten sich grundsätzlich darauf verständigt, dass SAIC im Zuge des Börsengangs mit einem Prozent bei der Opel-Mutter einsteige, teilte eine mit der Angelegenheit vertraute Person Reuters am Montag mit.

Dadurch werde die Zusammenarbeit mit General Motors in der Volksrepublik ausgebaut. Zudem wolle SAIC vom GM-Vertriebsnetz außerhalb Chinas profitieren.

Eine Investition von etwas über 500 Millionen Dollar entspricht etwa einem Anteil von einem Prozent des Aktienkapitals bei einem starken IPO. Die Transaktion muss von der Regierung in Peking genehmigt werden. Eine Entscheidung sollte noch am Montag fallen.

SAIC und GM wollten keine Stellung nehmen. Beide Unternehmen kennen sich bereits gut. Sie betreiben in China zwei Fabriken, arbeiten aber auch außerhalb der Volksrepublik miteinander. So haben sie in Indien ein Gemeinschaftsunternehmen, und SAIC hält seit der Insolvenz der US-Firma 51 Prozent an der Tochter Shanghai GM.

China ist 2009 zum weltgrößten Automarkt aufgestiegen und hat die USA überholt. GM beansprucht über seine Joint-Ventures einen Marktanteil von 13 Prozent in China für sich.

Die Erstnotiz der GM-Aktien ist Kreisen zufolge für den 18. November geplant.

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