Autokonzerne kaufen nicht
IWKA rutscht ins Minus

Der Anlagenbauer IWKA hat nach vorläufigen Zahlen im vergangenen Jahr Verlust gemacht. Schuld daran ist das schlecht laufende Geschäft mit der Automobilindustrie und der Verkauf von Tochtergesellschaften. Dieses Jahr soll die Wende bringen.

HB STUTTGART. „Auf Grund der Bereinigung des Portfolios und einmaliger Strukturaufwendungen erwartet IWKA ein deutlich negatives Ergebnis nach Steuern“, teilte das Karlsruher Unternehmen am Dienstag bei der Vorlage erster Geschäftszahlen für 2005 mit. Auch das operative Ergebnis werde durch den Konzernumbau belastet. Detaillierte Angaben zur Ergebnisentwicklung will IWKA erst am 29. März bekannt geben.

Der Konzern steht seit dem Einstieg des US-Investors Guy Wyser-Pratte im Herbst 2003 unter starkem Druck, die Rentabilität zu verbessern. Wyser-Pratte, mit rund 7 Prozent größter Aktionär von IWKA, hat im Verbund mit anderen Fonds aus den USA und Großbritannien einen Wechsel im Vorstand erreicht und unterstützt den Spar- und Umbaukurs des neuen Vorstandsvorsitzenden Hein.

Im Jahr 2004 hatte IWKA noch einen Überschuss von knapp 50 Mill. Euro erwirtschaftet und in den zurückliegenden zwölf Monaten die Schwäche der Automobilindustrie voll zu spüren bekommen. Insbesondere die gewöhnlich hochrentable Industrieroboter-Sparte verzeichnete deutlich zweistellige Rückgänge bei Umsatz und Auftragseingang, da die Autohersteller mit neuen Aufträgen zögerten. Der Konzernumsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr sank von 2,35 Mrd. Euro im Jahr 2004 auf 2,07 Mrd. Euro. Ohne Berücksichtigung der zum Verkauf stehenden oder bereits verkauften Töchter sank der Umsatz weniger deutlich auf 1,62 von 1,68 Mrd. Euro. Der Auftragseingang blieb im fortzuführenden Geschäft mit 1,64 Mrd. Euro um knapp drei Prozent unter dem Vorjahr.

Beim Betriebsergebnis (Ebit) haben sich die Kosten für den Konzernumbau im fortzuführenden Geschäft mit rund 40 Mill. Euro niedergeschlagen. Dazu kommen noch Buchverluste beim Anteilsverkauf beispielsweise der unprofitablen Zerspanungsgruppe Ex-Cell-O, die das Ergebnis im nicht fortgeführten Geschäft mit 55 Mill. Euro belasten. Operativ habe Ex-Cell-O zudem einen Verlust von 40 Mill. Euro verbucht, teilte IWKA mit.

IWKA will sich künftig ganz auf Automatisierungstechnik konzentrieren. Der Verkauf von Randaktivitäten und unrentablen Beteiligungen soll im Laufe dieses Jahres abgeschlossen werden. 2006 sei wieder eine deutlich positive Cashflow- und Ergebnisentwicklung zu erwarten, prognostizierte der als Sanierer zu IWKA geholte Vorstandschef Wolfgang-Dietrich Hein.

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