
HamburgDie Absatzmisere in Europa setzt Volkswagen immer stärker zu: Der Betriebsgewinn der Kernmarke VW halbierte sich von Januar bis März fast auf 590 Millionen Euro, wie der Wolfsburger Autobauer am Montag mitteilte. Die Auslieferungen der Wolfsburger Marke waren im März erstmals seit mehr als drei Jahren geschrumpft, weil die Absätze neben Westeuropa auch in einstigen Wachstumsmärkten wie Südamerika sanken.
Konzernchef Martin Winterkorn zeigte sich besorgt angesichts des immer schärferen Gegenwinds: Die nächsten Monate würden „alles andere als leicht“. Ähnlich hatte er sich vergangene Woche bereits auf der Hauptversammlung geäußert. Das aktuelle Umfeld sei ein echter Belastungstest für die Branche.
Nissan
Verkaufte Fahrzeuge: 0,42 Millionen (-6,3 Prozent gegenüber Vorjahr)
Toyota
Verkaufte Fahrzeuge der Marken Toyota und Lexus: 0,5 Millionen (-3,1 Prozent gegenüber Vorjahr)
Daimler
Verkaufte Fahrzeuge der Marken Mercedes-Benz und Smart: 0,63 Millionen (-3 Prozent gegenüber Vorjahr)
BMW Gruppe
Verkaufte Fahrzeuge der Marken BMW und Mini: 0,77 Millionen (-1,8 Prozent gegenüber Vorjahr)
Fiat Gruppe
Verkaufte Fahrzeuge der Marken Fiat, Lancia/Chrysler, Alfa Romeo, Jeep: 0,78 Millionen (-16,1 Prozent gegenüber Vorjahr)
Ford
Verkaufte Fahrzeuge: 0,91 Millionen (-13,2 Prozent gegenüber Vorjahr)
General Motors
Verkaufte Fahrzeuge der Marken Opel, Vauxhall, Chevrolet, GM: 0,98 Millionen (-13,8 Prozent gegenüber Vorjahr)
Renault Gruppe
Verkaufte Fahrzeuge der Marken Renault, Dacia: 1,03 Millionen (-19,1 Prozent gegenüber Vorjahr)
PSA Gruppe
Verkaufte Fahrzeuge der Marken Peugeot und Citroën: 1,43 Millionen (-12,9 Prozent gegenüber Vorjahr)
Volkswagen
Verkaufte Fahrzeuge der Marken VW, Audi, Seat, Skoda: 2,98 Millionen (-1,6 Prozent gegenüber Vorjahr)
Dennoch gibt Winterkorn die Hoffnung nicht auf, wonach VW in der zweiten Jahreshälfte Fahrt aufnehmen und sich besser entwickeln werde als der Gesamtmarkt. Volkswagen sei dank seines breiten Angebots vom Kleinwagen bis zum 40-Tonner Lastwagen und seiner weltweiten Präsenz gut aufgestellt. Dies mache sich gerade in schwierigen Zeiten bezahlt.
Neben der Kernmarke büßte im ersten Quartal auch die tschechische Tochter Skoda beim Betriebsergebnis deutlich ein. Als Grund gab Volkswagen höhere Kosten für die Einführung neuer Modelle an. Die spanische Schwester Seat rutschte wegen der Krise in Europa tiefer in die Verluste.
Bei der Oberklassemarke Audi hielt sich der Gewinnrückgang in Grenzen, die Ingolstädter Tochter blieb mit 1,3 (Vorjahreszeitraum: 1,4) Milliarden Euro größte Ertragsstütze des Wolfsburger Zwölf-Marken-Konzerns. Porsche steuerte 573 Millionen Euro Betriebsgewinn bei. Dagegen schwächelte die Lkw-Tochter MAN, die im Auftaktquartal in die Veluste fuhr.
Das boomende China-Geschäft, das Volkswagen im Finanzergebnis verbucht, legte beim Betriebsgewinn deutlich zu: Aus dem Reich der Mitte flossen VW im ersten Quartal fast 1,2 Milliarden Euro zu - ein Drittel mehr als vor Jahresfrist. Trotzdem sank der Vorsteuergewinn im Konzern deutlich auf 2,7 Milliarden Euro, weil Sondereffekte im Zusammenhang mit der vollständigen Übernahme des Porsche-Sportwagengeschäfts in diesem Jahr keine Rolle mehr spielen. Im vergangenen Jahr hatten diese Sondereffekte den Gewinn noch aufgebläht.
in Tsd. Fahrzeugen
Volkswagen hatte bereits vergangene Woche bekanntgegeben, dass der Betriebsgewinn des Konzerns im ersten Quartal um mehr als ein Viertel auf 2,3 Milliarden Euro eingebrochen ist. Dennoch hält der Vorstand an seiner Prognose fest, im laufenden Jahr mehr Autos zu verkaufen und den Umsatz zu steigern. Beim operativen Gewinn erwartet Volkswagen aber ein weiteres Jahr Stagnation.

Bald können sich die 15000 griechischen Beamten die nun arbeitslos werden, einen VW kaufen!
Die Foristen haben das ja mit ohlwollen zur Kenntnis genommen. Die Krise steht auch bei uns vor der Tür!
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