Autokrise
BMW streicht mehr Jobs als geplant

Der Autobauer BMW baut in Deutschland mehr Stellen ab als bisher geplant. Zusätzlich zu den angekündigten 8100 festen Jobs sind nach Angaben des Unternehmens im Werk Leipzig mehr als 400 Zeitarbeitsplätze weggefallen.

HB MüNCHEN. Die Autokrise ist härter als gedacht. Während ein BMW-Sprecher mitteilte, dass 400 zusätzliche Stellen wegfallen, nennt die Branchenzeitschrift "Automobilwoche" eine Zahl von 500. BMW zufolge sind noch 200 bis 300 Leiharbeiter in dem ostdeutschen Werk beschäftigt. Ob sie an Bord blieben, hänge von der weiteren Auftragslage ab. "Da gibt es noch keine abschließenden Planungen."

BMW hatte vor einem Jahr angekündigt, weltweit 8100 Stellen zu streichen. "Da war Leipzig ursprünglich außen vor", sagte der Sprecher. Weil sich aber die Autokrise seit Sommer verschlimmert hat, wurde den Angaben zufolge auch das erst 2005 eröffnete Werk einbezogen. Wegen der Absatzflaute tritt BMW - wie fast alle Autobauer - bei der Produktion auf die Bremse. Die Münchner hatten zunächst angekündigt, 25 000 Autos nicht zu bauen; Anfang des Monats hieß es dann, die Produktion werde um mindestens 40 000 weitere Fahrzeuge gekürzt.

Davon entfielen in der ersten Welle 2000 und in der zweiten 5000 Einheiten auf das Leipziger Werk, sagte der Sprecher. Ende Oktober wurden dort für eine Woche die Bänder gestoppt. Seit Montag und noch bis zum Beginn der Weihnachtsferien am 20. Dezember wird nur noch im Ein-Schicht-Betrieb gearbeitet. Bisher wurden in zwei Schichten 700 Autos am Tag in Leipzig produziert. Nun rollen noch 400 Fahrzeuge täglich vom Band. In dem Werk in Sachsen werden Modelle der 1er- und 3er-Reihe gefertigt. BMW beschäftigt in Leipzig 2600 fest angestellte Mitarbeiter.

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