Autokrise
Chrysler droht die Aufspaltung

Dem Autobauer Chrysler geht das Geld aus: Scheitert ein Zusammenschluss mit General Motors oder bleibt eine Finanzspritze aus, dann könnte der Konzern in einzelne Marken aufgespaltet werden.

HB DETROIT. Dem Autobauer Chrysler droht Kreisen zufolge wegen schmelzender Finanzmittel möglicherweise die Aufspaltung. Die Rücklagen von Ende Juni in Höhe von 11,7 Mrd. Dollar seien unter anderem wegen des Absatzeinbruchs im Oktober und gestiegener Auszahlungen an Zulieferer in den vergangenen Monaten deutlich geschmolzen, sagten mit der Situation vertraute Personen am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters.

Falls ein Zusammenschluss mit dem Rivalen General Motors scheitere und Regierungshilfen ausblieben, könnten die Reserven zur Finanzierung des Betriebs nicht über das erste Halbjahr 2009 hinaus reichen. Neben dem Verkauf der wertvollsten Unternehmenssparte "Jeep" ziehe der Konzern daher auch eine markenbasierte Aufspaltung in Erwägung, sagte eine Person.

Dies würde bedeuten, dass die Marken "Chrysler", "Jeep" und "Dodge" alleine weiter existieren würden. Das Unternehmen und sein Mehrheitseigner, die Beteiligungsgesellschaft Cerberus Capital Management, wollten sich dazu nicht äußern.

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