Autokrise
Der Enkel soll Toyota aus der Krise führen

Er tritt ein großes Erbe in einer schwierigen Zeit an: Akio Toyoda wird neuer Präsident von Toyota. Die Erwartungen an den Enkel des Firmengründers sind hoch. Toyoda soll den zweitgrößten Autohersteller der Welt aus einer Krise führen, wie sie der Branchenprimus vielleicht noch nie gesehen hat.

HB TOKIO. Akio Toyoda soll als neuer Präsident den japanischen Autobauer Toyota aus der Krise führen. Das Unternehmen teilte am mit, der Enkel von Firmengründer Kiichiro Toyoda werde als Präsident die Leitung des Konzerns übernehmen. Zuvor hatte Toyota mitgeteilt, dass im vergangenen Jahr weltweit 8,972 Millionen Fahrzeuge verkauft wurden. Das waren vier Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Toyota Motor könnte trotzdem den US-Konzern General Motors als weltweit größten Autohersteller ablösen. Zahlen von General Motors aus Detroit werden am Mittwoch erwartet. Die Ernennung des 52-jährigen Toyoda war schon erwartet worden. Sie muss noch auf einer Aktionärsversammlung im Juni bestätigt werden. Es ist das erste Mal seit 14 Jahren, dass wieder ein Mitglied der Toyoda-Familie das Unternehmen führt.

Die von den USA ausgelöste weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise macht auch Toyota zu schaffen. Vor allem im wichtigen Markt Nordamerika brach die Nachfrage im vergangenen Jahr ein. Toyota rechnet in dem am 31. März endenden Finanzjahr deshalb mit dem ersten Verlust in 70 Jahren. Erwartet wird ein Minus von 150 Milliarden Yen (1,24 Milliarden Euro). Die Zeitung "Yomiuri" berichtete, um angesichts des Nachfragerückgangs Kosten zu sparen wolle Toyota im Laufe dieses Jahres in Japan komplett auf Zeitarbeiter verzichten. Der Konzern erklärte dazu nur, noch sei nichts entschieden.

Die Autobauer weltweit leiden derzeit unter einem massiven Nachfragerückgang. Toyota rechnet daher für das Gesamtjahr mit dem ersten Verlust seiner Firmengeschichte.

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