Autokrise
Deutsche Autobauer leiden weiter in den USA

Der US-Automarkt liegt weiter danieder. Das bekommen auch die meisten deutschen Hersteller zu spüren. Daimler, BMW und Porsche kämpfen mit schweren Absatzeinbrüchen. Zwei Dinge geben Anlass zur Hoffnung: Volkswagen hält sich einigermaßen wacker. Und es gibt erste Zeichen, dass es in naher Zukunft besser werden könnte.

HB NEW YORK/PARIS. Egal ob bei Daimler, BMW oder Ford, überall das gleiche, trostlose Bild. Die Absatzzahlen auf dem wichtigen US-Automarkt sind weiter im freiem Fall. Die Autoverkäufe von Daimler etwa sind im Mai in den USA um ein Drittel zurückgegangen. Dabei fiel die Kleinwagenmarke Smart deutlicher in der Gunst der Käufer als die Kernmarke Mercedes Benz – insgesamt verkaufte Daimler im Mai in den Vereinigten Staaten 16 303 Personenwagen, wie aus einer Unternehmensmitteilung vom hervorging.

Auf die Kernmarke Mercedes-Benz entfielen davon 15 134 Wagen. Der smart-Absatz schrumpfte von 2695 auf 1169 Einheiten. Die Kleinwagenmarke wurde erst zu Beginn des vergangenen Jahres in den USA eingeführt und war dort teilweise euphorisch aufgenommen worden. Seit Beginn des laufenden Jahres hat die Pkw-Sparte von Daimler nun rund 77 400 Fahrzeuge in den USA verkauft. Dies entspricht einem Rückgang von knapp 29 Prozent im Vergleich zu den ersten fünf Monaten des Vorjahres.

Einziger Trost für Daimler: Beim großen Konkurrenten BMW sieht es nicht besser aus. Der Autobauerhat im Mai in den USA erneut weniger Autos verkauft. Insgesamt sei die Zahl der verkauften Fahrzeuge um 27,7 Prozent zum entsprechenden Vorjahreszeitraum auf 22 993 Fahrzeuge gesunken, teilte das Unternehmen am Freitag in Woodcliff Lake mit. Von der Marke "BMW" wurden mit 18 383 Stück knapp 28 Prozent weniger verkauft als im Mai 2008. Der Absatz der Marke "MINI" sank um 27,0 Prozent auf 4 610 Stück. Es sei der bislang beste Monat in diesem Jahr gewesen, hieß es in der Mitteilung. In den ersten fünf Monaten ging der BMW-Absatz in Nordamerika um 29 Prozent auf 93.599 Fahrzeuge zurück.

Volkswagen schlug sich erneut vergleichsweise wacker. Die Zahl der verkauften Autos ging im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 12,4 Prozent auf 19 568 zurück, teilte das Unternehmen am Dienstag in Herndon mit. Verantwortlich für den vergleichsweise moderaten Absatzrückgang war den Angaben zufolge unter anderem das Modell Jetta mit den besten Verkaufszahlen seit August 2008. Auch die umweltfreundlichen Dieselmodelle seien besonders gefragt gewesen und hätten mit 3862 Stück die beste monatliche Verkaufszahl seit ihrem Start im vergangenen Jahr erzielt.

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