Autokrise
Die Autobranche leidet wie Hund

Die Auto-Branche leidet immer mehr unter der Finanzkrise. Jetzt schickt auch der Autobauer Ford seine Angestellten in Kurzarbeit – wie schon Daimler, BMW und VW vor ihm. Volkswagen stoppt die Fertigung an drei Tagen sogar ganz.

HB KÖLN. Der US-Autobauer Ford hat wie erwartet für sein Kölner Werk Kurzarbeit angemeldet. Betroffen seien 3 400 Beschäftigte in der Fahrzeugproduktion, wo der Fiesta und der Fusion gebaut werden, sagte ein Sprecher am Mittwoch.

Die Bänder sollen in den Monaten März, Mai und Juni an insgesamt 15 Tagen stillstehen. Darüber hinaus sollen die Beschäftigten ihre Arbeitszeitkonten für Freischichten nutzen.

Auch im Werk Saarlouis, wo insgesamt 8 500 Menschen arbeiten, ist Kurzarbeit geplant. Dort werde aber noch mit dem Betriebsrat über den Umfang verhandelt.

„Ford kann sich der allgemeinen Konjunkturlage nicht mehr entziehen, obwohl das Unternehmen in den letzten Monaten seinen Marktanteil in Deutschland ausbaute und auch in zahlreichen europäischen Ländern seine Marktposition verbesserte“, teilte Ford mit. In wichtigen Exportländern wie Großbritannien und Spanien sei der Absatz aber teilweise drastisch zurückgegangen. Mehr als 80 Prozent der in Deutschland produzierten Ford-Fahrzeuge gingen ins Ausland.

In Deutschland verkaufte Ford nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr 241 400 Autos, 2,7 Prozent mehr als 2007. In den 19 europäischen Kernmärkten ging der Absatz dagegen um 7,4 Prozent auf 1,44 Millionen Stück zurück.

Insgesamt arbeiten am Standort Köln 17 400 Menschen. Vor einiger Zeit hatte sich Ford bereits von Leiharbeitern getrennt und die Produktion von ursprünglich 1 830 auf 1 750 Fahrzeuge pro Tag heruntergefahren.

In Wolfsburg stehen an drei Tagen im Februar die Bänder ganz still. Wie ein VW-Sprecher am Mittwoch sagte, werden an drei Tagen im Februar im Stammwerk Wolfsburg keine Autos gebaut. Die freie Zeit werde von den flexiblen Arbeitszeitkonten abgezogen. Der Sprecher bestätigte damit Medienberichte.

VW fertigt in Wolfsburg die Modelle Golf, Tiguan und Touran. Der vorübergehende Fertigungsstopp am 2., 3. und 20. Februar kommt zusätzlich zur Kurzarbeit. VW hatte bereits angekündigt, vom 23. bis 27. Februar rund 61 000 Mitarbeiter in den deutschen Werken vor allem im Fahrzeugbau in Kurzarbeit zu schicken.

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