Autokrise
Erst VW, jetzt auch noch Audi

Keine guten Nachrichten aus der Feste Wolfsburg: Nachdem erst Volkswagen ankündigte, seine Belegschaft im Stammwerk Wolfsburg wegen der Autokrise über Weihnachten mehr als drei Wochen in Zwangsferien schicken, hat es nun auch Konzernschwester Audi erwischt. Audi wird über Weihnachten nun ebenfalls die Produktion länger ruhen lassen.

HB HAMBURG. Audi folgt der Konzernschwester VW und lässt die Produktion wegen der Autokrise über Weihnachten ebenfalls länger ruhen. Je nach Modell sollen die Bänder im Werk Ingolstadt am 18. beziehungsweise 19. Dezember angehalten und am 9. Januar wieder angefahren werden, wie ein Unternehmenssprecher am Dienstag sagte. Damit dauert die Unterbrechung zwei Tage länger als sonst zu Weihnachten üblich.

Die Produktionsunterbrechung sei vorausschauend und nicht aufgrund von Verkaufsrückgängen beschlossen worden, teilte Audi mit. Die Auftragslage sei stabil. Die Ingolstädter hatten schon im Oktober trotz eines Absatzzuwachses Produktionskürzungen angekündigt, das Ausmaß bislang aber nicht genannt. Im Werk Ingolstadt laufen täglich 2300 Autos vom Band. VW will seine Belegschaft im Stammwerk Wolfsburg wegen der Autokrise über Weihnachten mehr als drei Wochen in Zwangsferien schicken.

Volkswagen wird wegen der Absatzkrise auf dem Automarkt voraussichtlich eine längere Weihnachtspause in seinem Wolfsburger Stammwerk einlegen. Allerdings müssten die zuständigen Stellen noch zustimmen, sagte ein Sprecher am Dienstag in Wolfsburg. Die Betriebsratsgremien wollen darüber an diesem Mittwoch abschließend beraten.

Zur Debatte steht, die Bänder vom 18. Dezember bis zum 11. Januar stehenzulassen, also für gut drei Wochen. Die Beschäftigten sollen dann Urlaub nehmen oder ihre Überstundenkonten abbauen. Alle in Wolfsburg gefertigten Modelle seien in die Überlegungen einbezogen, sagte eine Sprecherin. Im Stammwerk werden der Golf und der Golf Plus sowie Tiguan und Touran bei der VW-Tochter Auto 5000 gefertigt. Im vorigen Jahr hatte VW vom 24. Dezember bis 8. Januar Weihnachtsferien.

VW hatte bei der Vorlage seiner Neun-Monats-Zahlen Ende Oktober bereits angekündigt, die Weihnachtspause möglicherweise zu verlängern, um die Produktion an die sinkende Nachfrage anzupassen und nicht auf Halde zu produzieren. Der Autobauer sieht sich bisher von der Krise weniger betroffen als viele Konkurrenten. 2009 stehen aber der gesamten Branche harte Zeiten bevor.

VW-Chef Martin Winterkorn will daher alle Investitionen auf den Prüfstand stellen und konsequent die Kostenbremse anziehen. Winterkorn setzt vor allem auf kleinere, spritsparende und umweltschonende Modelle, um die Krise besser zu bestehen als der Wettbewerb. Auch VW werde mit dem sinkenden Autoabsatz vor allem in den USA und Westeuropa zu kämpfen haben, räumt das Unternehmen ein. Seinen weltweiten Marktanteil will der Autobauer aber dennoch ausbauen.

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