Autokrise
Ford-Chef: Branche braucht 40 Milliarden Euro Kredit

In die Diskussion um eine Milliardenbürgschaft für den Autobauer Opel hat sich nun auch der Chef von Ford-Deutschland eingeschaltet. Bernhard Mattes fordert laut Medienberichten eine große europäische Lösung: nämlich einen 40 Milliarden Euro schweren Kreditrahmen.

HB BERLIN. In der Diskussion um eine Milliardenbürgschaft für die GM-Tochter Opel und einer möglichen Unterstützung für die deutsche Automobilbranche fordert Ford-Deutschland-Chef Bernhard Mattes eine EU-weite Lösung. "Wir befürworten einen Kreditrahmen von 40 Mrd. Euro bei der Europäischen Investitionsbank, um allen europäischen Automobilherstellern die Möglichkeit zu geben, die hohen Anforderungen der EU hinsichtlich Verbrauchsenkung, Emissionen et cetera noch schneller zu erfüllen", sagte Matthes der Nordrhein-Westfalen-Ausgabe der "Bild"-Zeitung. "Denn dazu müssen wir alle unsere Entwicklungen vorantreiben."

Nach Vorstellungen Mattes' soll dies kein Rettungsschirm sein, sondern finanzielle Mittel, die verzinst und zurückgezahlt werden. "Es geht hier um moderne Technologie und die Wettbewerbsfähigkeit auf dem Weltmarkt", sagte er. Gleichzeitig schloss der Ford-Chef eine Finanzspritze der Bundesregierung für sein Unternehmen aus: "Wir brauchen kein Geld von Frau Merkel. Wir haben nie und werden nie staatliche Hilfen der Bundesregierung in Anspruch nehmen.

Gleichwohl die Lage von Ford in Europa nicht allzu rosig ist. Laut Mattes wird das Ziel von Ford, in diesem Jahr europaweit rund 18 Millionen Autos zu verkaufen wohl nicht erreich. Mattes rechnet vielmehr eher mit 16 Millionen Fahrzeugen. Ein Einschnitt, der vor allem auf rückläufige und schwierige Märkte wie etwa Italien, Spanien oder England zurückgeht. Das Wachstum in Osteuropa, so Mattes, kompensiere die Verluste in Westeuropa nicht.

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