Autokrise
GM: Die nächste Spritze für den Autoriesen

Ein bisschen Nervosität hatte sich bei General Motors schon breit gemacht. Denn die nächste überlebenswichtige staatliche Kapitalspritze für den US-Autobauer sollte eigentlich schon vergangene Woche kommen. Tat sie aber nicht. Aber jetzt ist alles gut: Die US-Regierung hat die zweite Milliardentranche überwiesen.

HB DETROIT. Der schwer angeschlagene amerikanische Autobauer General Motors (GM) hat von der US-Regierung die zweite Tranche der zugesagten Milliardenkredite bekommen. Mit der Überweisung von weiteren 5,4 Mrd. Dollar stiegt die Gesamtsumme der Nothilfen auf bisher 9,4 Mrd. Dollar (7,3 Mrd Euro). Das teilte der Opel - Mutterkonzern am Sitz in Detroit (Michigan) mit.

Die dritte und zunächst letzte bislang in Aussicht gestellte Rate von nochmals 4,0 Mrd. Dollar erwartet GM zum 17. Februar. Bis dahin muss der Autobauer wie auch Wettbewerber Chrysler der US- Regierung einen detaillierten Sanierungsplan vorlegen. Bis Ende März müssen die zwei verlustreichen Hersteller dann der Regierung ihre Überlebensfähigkeit beweisen.

Insgesamt versprach die US-Regierung im Dezember GM 13,4 Mrd. Dollar und Chrysler 4,0 Mrd. Dollar. Ohne die Hilfen hätte beiden nach eigenen Angaben die Pleite gedroht. Chrysler forderte aber bereits weitere 3,0 Mrd. Dollar zum Überleben. Das Geld ist laut US-Medien auch eine Bedingung für den am Dienstag angekündigten Einstieg des italienischen Fiat-Konzerns bei Chrysler.

Auch GM sieht die bisherigen Kredite lediglich als Hilfe für das erste Quartal. Derzeit verhandeln GM und Chrysler mit der Gewerkschaft und mit Gläubigern über von der Regierung verlangte weitere Einschnitte sowie über einen Schuldenabbau.

Die zweite Kredittranche für GM war eigentlich bereits für vergangenen Freitag geplant gewesen. Sie hatte sich laut GM unter anderem wegen Nachfragen der US-Regierung verzögert.

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