Autokrise
GM schraubt an Rettungskonzept

Der angeschlagene US-Autobauer General Motors braucht unbedingt staatliche Hilfe - am besten in Form von mehreren Milliarden US-Dollar. Damit die endlich rollen, überarbeitet das Unternehmen nun offenbar sein Rettungskonzept. Für Opel könnte das vor allem heißen: Kosten absenken.

HB DETROIT. Das Direktorium des angeschlagenen US-Autobauers General Motors (GM) ist nach Informationen aus Kreisen zusammengekommen, um sein Konzept für den Erhalt von milliardenschweren Regierungshilfen zu überarbeiten. Der Mutterkonzern des Rüsselsheimer Autoherstellers Opel habe dabei vor allem über Kostensenkungen beraten, verlautete am Sonntag aus mit den Gesprächen vertrauten Kreisen. Ein GM-Sprecher sagte lediglich, dass der Konzern mit seinem Vorhaben vorankomme.

Nach dem vorläufigen Scheitern der Hilfspläne für die krisengeschüttelte US-Autoindustrie hatte der Kongress den größten drei Konzernen in der vergangenen Woche ein Ultimatum gestellt. Die Chefs von GM, Ford und Chrysler erhielten bis zum 2. Dezember eine Galgenfrist, um die Abgeordneten von der Notwendigkeit neuer Zuschüsse aus der Steuerkasse zu überzeugen. Dazu sollen sie nun eine Strategie über die Verwendung der verlangten Hilfen über 25 Mrd. Dollar vorlegen.

Eine Sprecherin von Chrysler bestätigte, dass der Konzern am Sonntag an einem Entwurf gearbeitet habe, um ihn am Dienstag einzureichen. Ford wollte keine Stellungnahme abgeben.

Experten halten es für möglich, dass mindestens einer der großen US-Autobauer demnächst Gläubigerschutz anmelden könnte. GM allein hat um einen Überbrückungskredit zwischen zehn und zwölf Mrd. Dollar gebeten. Das Unternehmen hat vor den katastrophalen Folgen für die US-Wirtschaft gewarnt, falls der Staat nicht aushilft.

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