Autokrise
Honda überrascht positiv, PSA mit Verlust

Während der japanische Hersteller Honda die Autokrise besser als viele Konkurrenten meistert, hat der französische Autobauer PSA Peugeot-Citroen die Autokrise böse zu spüren bekommen. In den Büchern steht ein dicker Verlust von fast einer Milliarde Euro. Und mit einer schnellen Erholung der Märkte rechnet Peugeot nicht.

HB TOKIO/PARIS. Honda beendete das erste Quartal seines neuen Geschäftsjahres überraschend mit schwarzen Zahlen und blickt zudem optimistischer auf die kommenden Monate. Der Branchenzweite der asiatischen Volkswirtschaft erwartet eine Entspannung auf den Automärkten und bis Ende März 2010 einen deutlich höheren Gewinn als bislang prognostiziert.

Gegen alle Erwartungen erwirtschaftete der Kleinwagen-Spezialist den Angaben von Mittwoch zufolge von April bis Juni einen Betriebsgewinn von 25,2 Mrd. Yen (knapp 190 Mio. Euro). Das war zwar ein Minus von 88 Prozent, Experten hatten aber einen Verlust von 106 Mrd. Yen prognostiziert. Netto blieben dem Konzern 7,6 Mrd. Yen nach 173,4 Mrd. Yen im Vorjahreszeitraum.

Im Geschäftsjahr 2009/10 erwartet der weltgrößte Motorradhersteller nun einen Betriebsgewinn von 70 Mrd. Yen und unter dem Strich ein Plus von 55 Mrd. Yen. Vor drei Monaten lautete die Prognose zehn Mrd. sowie 40 Mrd. Yen. Honda geht dabei von einem Absatz von 3,295 Mio. Fahrzeugen aus. Bislang hatten die Japaner 3,210 Mio. Stück im Visier. Honda hat auch spritsparende Hybrid-Modelle im Angebot und schlug sich dank absatzfördernder Subventionen der japanischen Regierung in der Krise bislang besser als viele heimische und chinesische Konkurrenten. In den USA und Europa hinkt der Honda-Verkauf dem Markt allerdings hinterher.

Wesentlich unerfreulicher sieht es beim französischen Autobauer PSA Peugeot Citroen aus, er hat im ersten Halbjahr rote Zahlen geschrieben und rechnet mit einer Erholung des europäischen Marktes nicht vor Ende 2010. Für das Gesamtjahr bestätigte der Renault-Rivale am Mittwoch seine Prognose von einem operativen Verlust zwischen ein und zwei Mrd. Euro. Das Marktumfeld bleibe weiter schwierig. Der europäische Automarkt werde 2009 voraussichtlich um zwölf Prozent schrumpfen. In der zweiten Jahreshälfte rechnet der Konzern mit einem Minus von sieben Prozent.

Im ersten Halbjahr betrug der Nettoverlust bei Peugeot Citroen 962 Mio. Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte die Unternehmensgruppe noch einen Gewinn von 733 Mio. Euro eingefahren. Der operative Verlust belief sich auf 1,3 Mrd. Euro, in den ersten sechs Monaten 2008 stand noch ein Gewinn von gut einer Mrd. Euro zu Buche. Der Umsatz fiel um über 20 Prozent auf 23,5 Mrd. Euro. In der zweiten Jahreshälfte will der Konzern seinen Marktanteil in Europa mit Hilfe neuer Modelle auf 14 Prozent steigern. Zuletzt hatten Hersteller wie Fiat, Ford und Hyundai von der Abwrackprämie und ähnlichen Anreizprogrammen in anderen Ländern profitiert, die besonders die Nachfrage nach sparsamen Kleinwagen beflügelt haben.

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