
Brüssel/Berlin2012 droht für Europa das schlechteste Autojahr seit 19 Jahren zu werden. Die Zahl der Neuzulassungen in den heutigen 27 EU-Staaten ist von Januar bis November auf den niedrigsten Stand seit 1993 gefallen. Sie sank auf 11,26 Millionen Autos, 7,6 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, wie der Branchenverband ACEA am Freitag in Brüssel mitteilte. Für die deutschen Hersteller laufen die Geschäfte dennoch weiterhin gut, weil sie in China und den USA viele Käufer finden. So blieb VW bis Ende November auf Rekordkurs.
In der Europäischen Union sank die Zahl der Pkw-Neuzulassungen im November den 14. Monat in Folge – 926 486 Fahrzeuge waren 10,3 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Drastisch waren die Rückgänge in Südeuropa. So wurden in Spanien oder Italien im November gut ein Fünftel weniger Autos neu zugelassen als im Vorjahresmonat, auch in Frankreich gab es ein Minus von mehr als 19 Prozent. Deutschland schnitt mit einem Rückgang von 3,5 Prozent noch relativ gut ab. Eine Ausnahme bildete Großbritannien, wo die Zulassungen um 11,3 Prozent stiegen.

Deutschland - 5,72 Millionen produzierte Fahrzeuge (Stand: 2011)
Als die Produktion im Jahr 2009 um satte 11,9 Prozent absackte, hätte wohl niemand geahnt, dass Deutschland der große Gewinner der Autokrise werden könnte. Doch mittlerweile liegt die Produktion längst wieder über dem Vorkrisenniveau. Im Vergleich zum Jahr 2001 werden in Deutschland 13,8 Prozent mehr Autos produziert. Über zehn Jahre gesehen ist Deutschland damit der einzige Produktionsstandort in Westeuropa, der wächst.

Spanien - 2,35 Millionen produzierte Fahrzeuge
Während Volkswagen wächst, bleibt Seat der spanische Patient des Konzerns. Der Niedergang der Marke ist symptomatisch für einen Produktionsstandort, der unter der heimische Wirtschaftskrise leidet. Über die vergangenen zehn Jahre gesehen, schrumpfte die Autoindustrie im Schnitt Jahr für Jahr um 1,5 Prozent. Im Vergleich wurden damit 15 Prozent weniger Autos produziert als noch 2001.

Frankreich - 2,25 Millionen produzierte Fahrzeuge
Noch schlimmer sieht die Lage in Frankreich aus - und das ist nicht mal ausschließlich der Krise geschuldet. Von 2004 bis 2009 schrumpfte die Autoindustrie des Landes, in drei Jahren sogar zweistellig. Seit 2001 ist die Produktion des Landes um satte 37 Prozent gesunken. Insbesondere die Sparstrategien der französischen Hersteller Renault und Peugeot/Citroën wirken sich negativ aus.

Großbritannien - 1,45 Millionen produzierte Fahrzeuge
Im Jahr 2005 ging mit MG Rover der letzte selbstständige britische Autohersteller in die Pleite. Die zweite Welle folgte 2009 als mehrere Werke schließen mussten und die Produktion um 33 Prozent absackte. Durch den Erfolg des Mini geht es in den letzten Jahren wieder bergauf. Im Zehn-Jahres-Vergleich kommt Großbritannien auf ein Produktionsminus von 13 Prozent.

Tschechien - 1,1 Millionen produzierte Fahrzeuge
Die tschechische Marke Skoda gehört zu den wachstumsstärksten Umsatztreibern des VW-Konzerns. Nicht der Stammsitz Mladá Boleslav ist mittlerweile ein beliebter Standort für Autokonzerne mit einem Wachstum von 141 Prozent hat sich die Autoproduktion in Tschechien innerhalb von zehn Jahren mehr als verdoppelt. Schon bald könnten die Tschechen auch Großbritannien überholen.

Polen - 824.000 produzierte Fahrzeuge
Auch im Nachbarland Polen floriert die Autoindustrie. Auch wenn das Land keine Eigenmarke vorzuweisen hat: Fiat, Opel, Chevrolet und Volkswagen sorgen dafür, dass sich die Autoproduktion des Landes mit einem Wachstum von 101 Prozent verdoppelt hat. Die Aussicht ist allerdings längst nicht so gut wie in Tschechien: Im abgelaufenen Geschäftsjahr schrumpfte Produktion um 5,3 Prozent.

Italien - 743.000 produzierte Fahrzeuge
Zuletzt sprach Fiat-Chef Sergio Marchionne von einem „Blutbad bei den Margen“ - und strich kurzerhand ein milliardenschweres Investitionsprogramm. Obwohl die Produktion in den italienischen Autowerken in den vergangenen zehn Jahren um satte 51 Prozent gesunken ist, herrschen immer noch massive Überkapazitäten. Seit 2008 schrumpft die Produktion des Landes kontinuierlich. Eine Besserung ist nicht in Sicht.

Belgien - 555.000 produzierte Fahrzeuge
Zuletzt randalierten Angestellte des Ford-Werkes Genk in Köln, um gegen ihre Entlassung zu protestieren. Die brennenden Autos sind Ausdruck einer Automobilindustrie im Niedergang. Mit einem Produktionsminus von 52 Prozent gehört das Land zu den großen Verlierern der letzten zehn Jahre.

Slowakei - 549.000 produzierte Fahrzeuge
Es gibt keinen großen slowakischen Autohersteller und trotzdem hat sich die Autoproduktion innerhalb von zehn Jahren nahezu verdreifacht. Der Erfolg trägt die koreanische Handschrift: Hyundai und Kia nutzen die Standorte in der Slowakei für ihre Europaexpansion. Allein im Jahr 2007 konnte die Produktion so um 87,5 Prozent gesteigert werden. Schon bald dürfte das Land alteingesessene Produktionsstandorte wie Belgien und Italien überholen.

Rumänien - 353.000 produzierte Fahrzeuge
Die größte Erfolgsgeschichte der letzten Jahre, ist die Geschichte von Dacia. Die rumänische Marke, die eigentlich nur in Osteuropa verkauft werden sollte, wird mittlerweile auch im Westen begeistert angenommen, weil in der Krise der Preis zum wichtigen Verkaufsargument wird. Selbst im Krisenjahr 2009 stieg die rumänische Autoproduktion um satte 22 Prozent. In zehn Jahren hat sich die Produktion verfünffacht.
Deutschland - 5,72 Millionen produzierte Fahrzeuge (Stand: 2011)
Als die Produktion im Jahr 2009 um satte 11,9 Prozent absackte, hätte wohl niemand geahnt, dass Deutschland der große Gewinner der Autokrise werden könnte. Doch mittlerweile liegt die Produktion längst wieder über dem Vorkrisenniveau. Im Vergleich zum Jahr 2001 werden in Deutschland 13,8 Prozent mehr Autos produziert. Über zehn Jahre gesehen ist Deutschland damit der einzige Produktionsstandort in Westeuropa, der wächst.
Hingegen hält der Boom in den USA an. In den Vereinigten Staaten wurden im November 1,14 Millionen Fahrzeugen abgesetzt, 15 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Die deutschen Hersteller profitierten besonders, konstatierte der Verband der Automobilindustrie (VDA) in Berlin. Sie steigerten ihren Absatz um 28 Prozent auf 121 800 Autos und wuchsen fast doppelt so stark wie der Gesamtmarkt. Im bisherigen Jahresverlauf erhöhte sich der Absatz deutscher Wagen um 21 Prozent auf 1,13 Millionen, während der gesamte Markt um gut 14 Prozent auf 13,1 Millionen Neufahrzeuge zulegte. Die deutschen Hersteller erhöhten laut VDA ihren Marktanteil in den USA um einen halben Prozentpunkt auf 8,6 Prozent.
Auch in China entwickelte sich der Pkw-Markt laut VDA weiter dynamisch. Insgesamt wurden im November rund 1,3 Millionen Neufahrzeuge verkauft, knapp 12 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. In den ersten elf Monaten des laufenden Jahres stieg der Pkw-Absatz um fast 9 Prozent auf 12 Millionen Einheiten. Der chinesische Markt sei damit größer als der westeuropäische, bemerkte der VDA. Die deutschen Hersteller hätten in China einen Marktanteil von 22 Prozent.
Der VW-Konzern steigerte seine weltweiten Auslieferungen bis Ende November auf 8,29 Millionen Fahrzeuge – 10,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Auch der Monat November verlief mit 794 500 verkauften Fahrzeugen und einem Zuwachs von 11,7 Prozent positiv, wie das Unternehmen in Wolfsburg mitteilte. „Schon nach elf Monaten haben wir mehr Fahrzeuge ausgeliefert als im gesamten letzten Jahr. Vor allem mit Blick auf die anhaltend schwierige Situation in einigen europäischen Märkten ist das ein hervorragendes Ergebnis“, sagte Vertriebsvorstand Christian Klingler.
Derweil hieß es aus Stuttgart, wegen der hohen Nachfrage werde Daimler dieses Jahr so viele Autos produzieren wie nie. Für 2012 rechnet Mercedes-Benz demnach mit mehr als 1,34 Millionen Fahrzeugen und peilt damit einen neuen Jahresbestwert an.

Jetzt nur nicht das Licht im Zimmer ausmachen und nicht mit dem weinen beginnen. Wer Jahrelang Gewinne eingesteckt hat kann auch einmal weniger Gewinn machen oder sogar einmal Verluste einstreichen. Beim Steuer nennt man es Lohnsteuerjahresausgleich. Wenn aber die Kassen von mancher Autohersteller immer prall gefühlt sind dann können die Herren nicht weiterhin Verschwenderisch und Angeberisch genug Sexpartys feiern und schon beginnt die jammerwelle. Ruhe Phasen in der Autoindustrie sind Bildungs und Umbauarbeitszeiten. Aber Unternehmer investieren zuwenig in der Weiterbildung der Mitarbeiter und nutzen Ruhigere Phasen nicht aus um die Produkte und Produktionswege besser zu optimieren.Wenn man aber so mancher Vorstand zuhört meint man wie Toll er sich als Vorstand hält.
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