Autokrise
Landesminister: Opel muss Werke schließen

Während in den USA die Konzernmutter General Motors ums Überleben kämpft, brennt es auch in Europa lichterloh. So rechnet der Wirtschaftsminister von Rheinland-Pfalz damit, dass Opel wohl Werke dicht machen muss. Und auch in Schweden sieht es nicht gut aus. Der GM-Tochter Saab läuft die Zeit davon. Und dann ist da ja noch die britische Tochter Vauxhall.

HB STOCKHOLM/WASHINGTON. Der rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister Hendrik Hering (SPD) geht davon aus, dass die GM-Tochter Opel um Werksschließungen nicht herumkommen wird. Um überleben zu können, müsse der Autobauer 1,2 Milliarden Euro pro Jahr einsparen und 20 bis 30 Prozent seiner Kapazitäten zurückfahren, sagte Hering nach einem Bericht der Zeitung „Pfälzischer Merkur“in Zweibrücken.

Auch die Mitarbeiter müssten ihren Teil zur Rettung des Unternehmens beitragen und auf zehn bis 20 Prozent ihrer Einkommen verzichten. Eine vorübergehende staatliche Beteiligung zur Rettung von Opel hält Hering nach wie vor für sinnvoll.

Schwedens Regierung sieht einen immer schärferen Zeitdruck für die Rettung des Autoherstellers Saab. Das insolvente Unternehmen gehört ebenso wie Opel in Deutschland zum US-Konzern General Motors (GM) und sucht einen Käufer. Wirtschaftsministerin Maud Olofsson sagte am Mittwoch im Rundfunk nach Gesprächen in Washington, es sei „jetzt für alle sehr eilig“.

Das Unternehmen mit 4 000 Beschäftigten verfügt nach eigenen Angaben noch über Finanzmittel für die Produktion bis Mai. Olofsson erklärte in der US-Hauptstadt, ein Käufer müsse spätestens zum Ende der von Präsident Barack Obama eingeräumten Frist von 60 Tagen für einen neuen GM-Sanierungsplan gefunden sein. Schwedens Regierung will Saab nur helfen, wenn neue Investoren einsteigen. Sie schließt eine staatliche Übernahme oder Beteiligung aus.

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