Autokrise
Renault bleibt 2008 im Plus

Der französische Autobauer Renault hat 2008 einen deutlich stärkeren Gewinnrückgang als von Experten erwartet hinnehmen müssen und geht für 2009 von einer weiteren Verschlechterung der Marktbedingungen aus. Vor Zinsen uns Steuern verdiente der Konzern nach eigenen Angaben vom Donnerstag 212 Mio. Euro.

HB PARIS. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt 794 Mio. erwartet. Der Nettogewinn brach auf 599 Mio. Euro ein. 2007 hatte Renault noch 2,7 Mrd. Euro verdient. Beim Umsatz gab es auf vergleichbarer Basis einen Rückgang von sieben Prozent auf 37,79 Mrd. Euro, was ebenfalls unter den Erwartungen lag.

Konkurrent PSA Peugeot Citroen ist dagegen im vergangenen Jahr tief in die roten Zahlen gerutscht. Das Unternehmen meldete am Mittwoch für 2008 einen Verlust von 343 Mio. Euro und kündigte an, sich in diesem Jahr von mehr als 11 000 Mitarbeitern trennen zu wollen.

Aufgrund des Einbruchs hat sich Renault einen Sparkurs verordnet: Eine Dividende für 2008 soll nicht gezahlt werden und die Investitionen im laufenden Jahr werden um mindestens 20 Prozent zurückgefahren. Die ursprünglichen Ziele für 2009 bei der operativen Gewinnmarge und beim Absatz seien nicht erreichbar, teilte Renault mit.

Der Autobauer hatte in dieser Woche ebenso wie sein französischer Rivale PSA Peugeot Citroen drei Mrd. Euro zinsgünstiger Kredite vom Staat erhalten, um besser gegen die weltweite Absatzkrise gewappnet zu sein. Die EU will klären, ob die Hilfen an protektionistische Bedingungen gebunden sind und damit gegen EU-Recht verstoßen.

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