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Autokrise: Saab: "Wir werden überleben"

Totgesagte leben länger. Das könnte für den angeschlagenen Autobauer Saab gelten. Die vor dem Aus stehende schwedische Tochter von General Motors kann nach eigenen Angaben doch auf Staatshilfe hoffen. Darauf setzt auch Volvo, wo man nur so vor Optimismus sprüht. Wobei der Autobauer Geely endgültig mit allen chinesisch-schwedischen Träumereien aufgeräumt hat.

Saab arbeitet weiter an der Zukunft: Der neue Saab 9-3X wird in Genf gezeigt. Quelle: ap
Saab arbeitet weiter an der Zukunft: Der neue Saab 9-3X wird in Genf gezeigt. Quelle: ap

HB FRANKFURT. Der insolvente schwedische Automobilhersteller Saab hofft laut einem Medienbericht trotz bisheriger Absagen auf staatliche Hilfen. "Derzeit befinden wir uns in intensiven Gesprächen mit unserer Regierung, wie auch Saab einen Teil des 28-Milliarden-Kronen-Hilfsprogramms des Staates bekommen kann", sagte der Chef der schwedischen GM-Tochter Jan Ake Jonsson der "Autogazette". Bislang hatte die schwedische Regierung Staatshilfen für Saab abgelehnt und die Aussichten für das Überleben als selbstständiger Hersteller als unrealistisch eingestuft.

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Nun sagte Jonsson, die Regierung wolle mit der Europäischen Investitionsbank Gespräche führen, damit Saab bei der Kreditvergabe eine höhere Priorität bekomme. Den Finanzbedarf bezifferte der Manager auf zunächst 500 Mio. Euro. Saab hat drei Monate Zeit, um das Unternehmen unter Gläubigerschutz neu aufzustellen. "Wir werden überleben", zeigte sich der Automanager überzeugt. Jonsson wiederholte, es gebe Interessenten an Saab. Namen wollte er aber nicht nennen.

Definitiv nicht mehr zum Kreis der Interessenten gehört der chinesische Autobauer Geely. Chinas größter Autohersteller hat ein für alle Mal klar gestellt, sich an keinem ausländischen Autounternehmen beteiligen zu wollen - geschweige denn, eines zu übernehmen. "Wir können selbst kaum überleben", sagte Geely-Gründer Li Shufu der Nachrichtenagentur Bloomberg.

Bis zuletzt war Geely als maßgeblicher Interessent sowohl für Saab als auch für Volvo gehandelt worden. Dei Nachrichtenagentur Reuters hatte unlängst noch berichtet, dass Geely Automobile und die Dongfeng Motor Group zu den derzeit etwa fünf potenziellen Bietern für den unter Gläubigerschutz stehenden schwedischen Konzern zählen würden - unter Berufung auf mit dem Verkaufsprozess vertrauten Personen.

Während also die Frage nach potenziellen Investoren weiter ungeklärt ist, sieht dies zumindest beim Thema Finanzierung etwas anders aus. Der schwedische Autobauer Volvo ist einem Pressebericht zufolge nämlich bereits finanzielle gesichert. "Die schwedische Regierung setzt sich derzeit bei der Europäischen Investitionsbank für einen Kredit für uns ein", sagte Volvo-Chef Stephen Odell der "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Das zum Ford-Konzern gehörende Unternehmen hatte zuvor von der schwedischen Regierung eine Bürgschaft über knapp 450 Millionen Euro zugesagt bekommen. Bei der General-Motors-Tochtergesellschaft Saab war dieselbe Bitte zuerst abgelehnt worden. Basis für beide Entscheidungen waren die Geschäftspläne der Unternehmen.

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