Autokrise
Sarkozy macht Ernst: Staat steigt bei Autozulieferer Valeo ein

Über einen Staatsfonds greift Frankreich dem Autozulieferer Valeo unter die Arme. Präsident Nicolas Sarkozy lässt seinen Ankündigungen, nämlich die heimische Autoindustrie zu stützen, also Taten folgen. Valeo, Konkurrent von Bosch und Continental, kann auf den Staat zählen.

HB PARIS. Der von Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy ins Leben gerufene Staatsfonds FSI ist beim Autozulieferer Valeo eingestiegen. Wie der Chef des Fonds, Gilles Michel, am Mittwoch erklärte, erwarb das Unternehmen Aktien im Wert von etwa 19 Mio. Euro am Markt. Damit stieg die Beteiligung des Staates an Valeo auf 8,33 Prozent. Darin enthalten sind demnach die 5,99 Prozent, die bereits zuvor im Besitz der staatlich kontrollierten Bank Caisse des Depots lagen. Valeos Position in der Autobranche sei von strategischer Bedeutung. Die Industrie werde in den kommenden Monaten und Jahren einen deutlichen Wandel durchlaufen, erklärte der Fonds.

Wie andere europäische Autozulieferer ist auch Valeo stark von der Krise der Autohersteller in Mitleidenschaft gezogen. Der Konkurrent des fränkischen Konzerns Leoni, von Continental und Bosch hat im vergangenen Jahr unterm Strich einen unerwartet hohen Verlust verzeichnet. Nach den Worten von Michel nahm Valeo Mitte Januar Kontakt mit dem Fonds auf. Wie der Staat zukünftig im Aufsichtsrat des Zulieferers vertreten sein werde, sei noch unklar.

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