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Autokrise: Volkswagen ändert Strategie

Der Wolfsburger Autokonzern wird ökologischer - und zwar aus ökonomischen Gründen. Am Freitag will Konzernchef Winterkorn dem Aufsichtsrat vorschlagen, mehr Umweltautos zu bauen. Außerdem sollen alle Kosten auf den Prüfstand.

von Markus C. Schneider
VW-Chef Martin Winterkorn will unter anderem den Etat für das Sponsoring deutlich kürzen.
VW-Chef Martin Winterkorn will unter anderem den Etat für das Sponsoring deutlich kürzen.

HAMBURG. Europas größter Autobauer Volkswagen reagiert auf die umwälzenden Veränderungen des Markts mit einer Anpassung der Unternehmensstrategie. Konzernchef Martin Winterkorn erweitert dazu das vor allem auf Volumenzuwachs ausgerichtete Programm "Mach 18" um eine ökologische Komponente. Die veränderte Strategie will er am Freitag dem Aufsichtsrat präsentieren, hieß es gestern in Unternehmenskreisen.

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Der neue Plan soll den Namen "Mach 18+" tragen. Den Schwerpunkt legt Winterkorn auf ökologisch wie ökonomisch besonders sparsame Modelle. Schon jetzt sieht der Konzern in der Krise große Vorteile in einem vergleichsweise breiten Angebot an umweltfreundlicheren Varianten. Weitere sollen folgen. Winterkorn macht etwa Druck beim Zulieferer Continental, einen sparsamen 1,4-Liter-Benzin-Motor mit Turboladung plangemäß zu liefern. Der Antrieb soll bereits kommendes Jahr im neuen Golf und im Passat eingesetzt werden. Parallel drückt der VW-Chef auf die Kostenbremse. Nicht unbedingt notwendige Investitionen will der Automanager zurückstellen.

Nach seinem Amtsantritt im Jahr 2007 legte Winterkorn den Plan "Mach 18" auf, um die Absatzlücke zum japanischen Branchenprimus Toyota zu schließen. VW soll den Absatz bis 2018 um fünf Mio. auf 11,2 Mio. Fahrzeuge erhöhen. Allein der Absatz der Kernmarke VW soll von 3,6 Mio. im Jahr 2007 auf mindestens 6,5 Mio. Stück im Jahr 2018 steigen. Die Produktivität soll jedes Jahr um zehn Prozent zulegen.

Bislang konnten die Wolfsburger gegen den Trend wachsen. Doch das aktuelle Krisenumfeld hinterlässt auch bei VW Spuren. Die Dynamik in den für Volkswagen wichtigen Schwellenländern flacht ab. Vorgesehene Erweiterungen wie ein Ausbau des neuen Werks in Russland werden deshalb vorerst auf Eis gelegt. Der Konzern konzentriert sich auf die wachsende Nachfrage nach sparsameren Modellen.

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