Automarkt
Goldener Monat für Volkswagen

Der Monat November hat sich für den Autobauer Volkswagen gelohnt. Gleich ein Fünftel mehr Autos konnte der deutsche Konzern absetzen. Aber der Ausblick fürs kommende Jahr ist düster.
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HB WOLFSBURG. Der VW-Konzern hat im November bei den weltweiten Auslieferungen den höchsten Zuwachs in diesem Jahr verbucht. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Absatz weltweit um fast ein Fünftel auf 531 300 Fahrzeuge, wie das Dax-Unternehmen am Freitag mitteilte. Dabei profitierte der Konzern im deutschen Heimatmarkt noch von der mittlerweile ausgelaufenen Abwrackprämie.

Trotz des Zuwachses bleibt VW vorsichtig. Eine durchgreifende Besserung auf den internationalen Automobilmärkten sei im kommenden Jahr noch nicht in Sicht. Das nächste Jahr werde äußerst schwierig. Von Januar bis November erzielte der Konzern ein Plus von 2,0 Prozent auf 5,85 Mio. Wagen. Für das Gesamtjahr rechnet VW mit einem leichten Auslieferungsplus.

Die beiden Aktiengattungen von Volkswagen (VW) haben am Freitag zugelegt und dabei auch von guten Monatsabsatzzahlen für November profitiert. „Es ist schon eine ordentliche Leistung, dass VW weiterhin solch ein Wachstum vorweisen kann“, sagte Händler Andreas Lipkow von MWB Fairtrade. Viele Marktteilnehmer hätten im Vorfeld mit wesentlich schwächeren Zahlen gerechnet. Der größte Wachstumsmarkt für VW sei im November China gewesen, „und das reflektiert sehr gut, wie wichtig es ist, im südostasiatischen Raum die Vertriebskraft auszubauen, was mit dem am Mittwoch bekannt gegebenen Suzuki-Schritt sehr gut gelungen sein dürfte.“

"Wir haben im bisherigen Jahresverlauf unsere Erwartungen übertreffen können", sagte Vertriebschef Detlef Wittig. Weltweit sei im nächsten Jahr auf den einzelnen Märkten indes mit einer sehr unterschiedlichen Marktentwicklung zu rechnen. Während in China ein anhaltender Aufwärtstrend zu erwarten sei, rechne VW vor allem in Europa mit einem deutlichen Rückgang. "Entwarnung kann daher nicht gegeben werden."

Das Absatzplus im November ist in erster Linie auf das gute Abschneiden der Kernmarke Volkswagen und der tschechischen Tochter Skoda zurückzuführen. Die VW-Auslieferungen stiegen um 25,8 Prozent auf 334 500 Wagen. Nach elf Monaten im laufenden Jahr lagen die Verkäufe der VW Personenwagen um 9,8 Prozent im Plus bei 3,7 Mio. Stück. Skoda verkaufte im November mit 55 500 Wagen 26 Prozent mehr.

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