Automarkt USA
Amerikaner verlieren, Deutsche gewinnen

Im Juni lief es für die deutschen Autobauer hervorragend in den USA. Gemeinsam mit den Asiaten gewannen BMW, Volkswagen, Porsche und Mercedes-Benz Marktanteile. Dagegen verloren die US-Hersteller – und das trotz teils hoher Rabatte.

HB FRANKFURT. BMW verbuchte ein Plus um 2,7 Prozent auf 27 735 Autos. Als größter deutscher Autokonzern erzielte Volkswagen dank der starken Nachfrage nach den Modellen Jetta, Golf und Passat im vergangenen Monat mit 20 121 verkauften Fahrzeugen einen Zuwachs von 5,5 Prozent. Die VW-Tochter Audi steigerte den Absatz sogar um 9 Prozent auf 8039 Fahrzeuge.

Noch besser schnitt der Sportwagenhersteller Porsche ab, der erneut von den Erfolgen der Baureihen 911 und Boxster profitierte und in Nordamerika die Verkäufe um 10,4 Prozent auf 3 058 Autos steigerte. Der Luxuswagenproduzent Mercedes-Benz kam sogar auf ein Plus von 14 Prozent; er setzte 20 802 Wagen ab.

Der US-Schwesterkonzern Chrysler dagegen musste einen Einbruch hinnehmen. Er verkaufte mit 185 946 Fahrzeugen 15 Prozent weniger als vor Jahresfrist. Chrysler leidet insbesondere unter einer schwachen Nachfrage bei den Marken Dodge und Jeep – und das trotz hoher Preisnachlässe.

Dem Trend zu rückläufigen Absatzzahlen auf dem Heimatmarkt folgten auch GM und Ford. GM verkaufte 413 473 Fahrzeuge, ein Einbruch um 25,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der zweitgrößte US-Hersteller Ford verzeichnete einen Rückgang um 7 Prozent auf 269 404 Fahrzeuge.

Hingegen stiegen asiatische Marken weiter in der Gunst der Kunden. Die japanische Toyota verkaufte 223 018 Autos, 14,4 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Die koreanische Hyundai kam auf ein Plus von 3,4 Prozent auf 44 508 Autos.

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