Automesse in Peking
China soll Audis zweiter Heimatmarkt werden

China soll für die VW-Premiummarke Audi zum zweitgrößten Absatzmarkt weltweit werden. Im laufenden Jahr verbuchen die Audi-Manager im Reich der Mitte beeindruckende Zuwächse. Doch immer mehr internationale Luxusmarken drängen auf den stark wachsenden Absatzmarkt.

PEKING. Die Ingolstädter Marke werde ihren Wachstumskurs in der Volksrepublik „konsequent fortsetzen, so dass wir China schon bald als zweiten Heimatmarkt nach Deutschland sehen werden“, sagte Audi-Chef Winterkorn am Rande der Automesse in Peking. Winterkorn rechnet bereits 2007 damit, dass China den US-Markt als bisher größten ausländischen Absatzmarkt von Audi ablösen wird. im vergangenen Jahr hat Audi in den USA 83 066 und in China 58 878 Einheiten verkauft.

Für 2008 peilt Audi an, mehr als 100 000 Limousinen in China zu verkaufen, sagte der für Vertrieb und Marketing zuständige Vorstand Ralph Weyler im Interview mit dem Handelsblatt. „Dann ist China klar die Nummer zwei“, so Weyler. Momentan liegt die Volksrepublik nach Deutschland, USA und Großbritannien noch auf Rang vier.

Bereits 2006 erwartet die Premium-Marke nach den Worten von Weyler in China einen Zuwachs von mehr als 50 Prozent auf dann gut 80 000 verkaufte Audi-Modelle. In den ersten zehn Monaten dieses Jahres hat Audi gegenüber dem Vorjahreszeitraum fast 60 Prozent mehr Fahrzeuge in China verkauft und mit knapp 66 000 Limousinen die Verkaufszahl aus 2005 schon überschritten.

Die Volksrepublik macht bislang knapp neun Prozent der weltweiten Audi-Verkäufe aus. Weyler erwartet, dass dieser Anteil in den kommenden Jahren auf 10 bis 15 Prozent zulegen wird. "Bis zum Jahr 2015 peilen wir einen China-Absatz von deutlich mehr als 200 000 Fahrzeugen an“, so der Audi-Vorstand.

In China produziert die Luxusmarke gemeinsam mit VW-Partner First Automotive Works (FAW) im nordchinesischen Changchung. Gefertigt werden dort bislang die Modelle A6 und A4 in besonderen Versionen. So sind die chinesischen Modelle zum Beispiel zehn Zentimeter länger, um den Fahrtgästen mehr Raum zu bieten. Die stark wachsende Schicht der chinesischen Wohlhabenden hat meist einen Chauffeur.

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