Automobil-Branche im Wandel
Die Bedeutung der Autozulieferer steigt

In der weltweiten Automobilindustrie wird derzeit das Verhältnis von Herstellern und Zulieferern neu definiert. Wo VW, BMW, Opel oder Porsche drauf steht, ist inzwischen immer weniger von den Autobauern selbst drin. Nur noch ein Viertel bis ein Drittel ihrer Autos bauen die Hersteller laut Studien selbst.

HB HANNOVER. Der Rest kommt von Zulieferern - Tendenz steigend: Der Eigenanteil der Hersteller bei der Auto-Fertigung sinke in den nächsten zehn Jahren auf nur noch 20 %, sagt der Auto-Professor Ferdinand Dudenhöffer von der FH Gelsenkirchen.

Voll gestopft mit Elektronik, sind Autos heute komplexe High-Tech- Produkte: Beispiele sind Antiblockiersystem (ABS), Elektronische Stabilitätsprogramme (ESP) oder „Fahrerassistenz-Systeme“ wie Navigationssysteme. „Das Auto ist so kompliziert geworden, dass es wenig Sinn macht, dass es einer allein baut“, sagt Dudenhöffer.

Damit verändert sich auch die Rolle der Zulieferer. Viele haben sich bereits von spezialisierten Anbietern einzelner Fahrzeugkomponenten zu Lieferanten kompletter Fahrwerksysteme gewandelt. So ist das Hannoveraner Traditionsunternehmen Continental längst kein reiner Reifenproduzent mehr, sondern ein breit aufgesteller Autozulieferer, der den Hauptteil seines Geschäfts mit ABS und ESP macht.

Bis 2015 würden die Auto-Zulieferer große Teile von Entwicklung und Produktion von den Herstellern übernehmen und dadurch um insgesamt 70 % wachsen, heißt es in einer im Dezember 2003 veröffentlichten Studie der Beratungsfirma Mercer Management Consulting sowie zweier Fraunhofer-Institute. Die Hersteller konzentrierten sich zunehmend auf Marken prägende Module und Komponenten.

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