Automobilbranche
China wird für Daimler zur Goldgrube

Der chinesische Automarkt bereitet Daimler fiel Freude. Den Absatz von Autos der Marke Mercedes-Benz konnte Daimler dort jetzt um 49 Prozent steigern. Die Produktion im Pekinger Werk soll aufgestockt werden. Und ans laufende Jahr hat Daimler noch hohe Erwartungen.

PEKING. Die Daimler-Marke Mercedes-Benz peilt in China dieses Jahr einen Rekordabsatz von rund 60 000 Fahrzeugen an. Bereits in den ersten sieben Monaten konnte der Stuttgarter Konzern im zweitgrößten Pkw-Markt der Welt 31 711 Autos verkaufen, was einem Zuwachs gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 49 Prozent entspracht. Er sei zuversichtlich, dass Mercedes-Benz diese Zuwachsrate auch in der zweiten Jahreshälfte erfüllen werde, sagte Mercedes-China-Chef Ulrich Walker in Peking. "Wir bekommen sehr positive Signale vom chinesischen Markt."

Walker bestätigte, dass vor diesem Hintergrund die Produktion im Pekinger Mercedes-Werk im kommenden Jahr deutlich aufgestockt werden soll. Ab "Mitte 2010" soll an dem Standort eine verlängerte E-Klasse für den chinesischen Markt produziert werden. Mercedes habe sich hohe Ziele beim Produktionsvolumen in China gesetzt, sagte Walker, der aber keine genaueren Angaben zur neuen Produktionslinie in Peking machen wollte. "Wir werden die Kapazität erhöhen", bestätigte er lediglich.

Nach chinesischen Medienberichten soll die Kapazität der Mercedes-Fabrik von derzeit 25 000 auf 85 000 Fahrzeuge pro Jahr ausgebaut werden. Die bisher ebenfalls dort angesiedelte Produktion von Chrysler-Pkw läuft bereits aus. Die hochmoderne Autofabrik im Süden Pekings hatte Daimler 2005 gemeinsam mit dem chinesischen Autobauer Beijing Automotive Industry Corp (BAIC) eröffnet. An dem Gemeinschaftsunternehmen sind beide Autofirmen mit je 50 Prozent beteiligt.

BAIC wird von der Pekinger Stadtregierung kontrolliert und hatte zuletzt mit einer Offerte für Opel für Schlagzeilen gesorgt. Mercedes-Benz baut mit dem Staatskonzern in Peking neben der E- noch die C-Klasse. Walker dementierte Berichte, dass Daimler ein neues Gemeinschaftsunternehmen in China mit dem BMW-Partner Brilliance plane. Dies seien "Gerüchte" und ihm sei davon nichts bekannt.

Bis Ende Juli wurden von der C-Klasse in China 8500 Fahrzeuge verkauft, auf die importierte S-Klasse entfielen 7300 Verkäufe. Im Gesamtjahr 2008 hatte Mercedes in China 16 000 S-Klasse-Limousinen verkaufen können. Dieses Ziel nannte Walker für 2009 "sehr ambitioniert" und nur schwer erreichbar. Mercedes wolle aber seine führende Position im Luxus-Segment auf dem chinesischen Markt verteidigen.

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