Automobilbranche
Mini wird ein wenig deutsch

BMW glaubt an den Aufschwung - und investiert trotz Krise einen dreistelligen Millionenbetrag in die Fertigung in den USA. Auch in China will der Automobilkonzern seine Produktion erweitern, der Absatz steigt rasant. Für Deutschland ist eine neue Produktionsstraße für den Mini im Gespräch.

MÜNCHEN/FRANKFURT. Nach dem schweren Absatzeinbruch im ersten Halbjahr glaubt BMW an einen neuen Aufschwung. So investiert der Konzern einen dreistelligen Millionenbetrag in den Ausbau der Fertigung in den USA und verhandelt über eine Erweiterung der Produktion in China. Zudem erwägen die Münchener für ihren Kleinwagen Mini eine neue Produktionsstraße in Deutschland. Bisher wird der Mini nur in Großbritannien gefertigt.

"Das künftige Wachstum wird in erster Linie in Asien und Amerika stattfinden", sagte BMW-Produktionschef Frank-Peter Arndt im Gespräch mit dem Handelsblatt. Arndt setzt vor allem auf eine rasche Wiederbelebung des US-Markts, des wichtigsten Einzelmarkts der Münchener. Im US-Werk Spartanburg investiert BMW zurzeit 750 Mio. Dollar. "Spartanburg wird Mitte 2010 seine maximale technische Produktionskapazität zur Verfügung haben", sagte Arndt. "Diese Kapazität werden wir in den nächsten Jahren bei einer Markterholung auch brauchen"

2008 baute BMW in South Carolina 170 000 Autos, künftig sollen es 240 000 sein. Damit wären Absatz und Produktion auf dem US-Markt annähernd ausgeglichen. Die Münchener wollen sich so vor allem gegen die Schwankungen des US-Dollars im Vergleich zum Euro absichern. Die haben BMW in den vergangenen Jahren mehrere Hundert Millionen Euro im Ergebnis gekostet. Leidtragender ist der Auftragsfertiger Magna, der die Produktion des X3 mit rund 100 000 Fahrzeugen pro Jahr an das US-Werk abgibt. Künftig sollen im Süden der USA alle Geländewagen der X-Klasse bis auf den X1 gebaut werden. "Die Marktnachfrage entscheidet letztendlich über die jeweilige Auslastung", sagt Arndt.

Das gilt auch für China, wo BMW noch weit hinter dem Rivalen Audi herfährt. Dennoch steigt der Absatz rasant. Im ersten Halbjahr setzten die Münchener 56 000 Autos in China ab und werden das Verkaufsziel von 75 000 Fahrzeugen für das laufende Jahr wohl deutlich übertreffen. Derzeit baut BMW mit seinem Partner Brilliance nur 41 000 Autos in China. "Wir sprechen mit unserem chinesischen Partner über eine Erweiterung der Produktion", sagte Arndt.

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