Automobilbranche
Toyota und Subaru kooperieren stärker

Die japanischen Autobauer Toyota und der Hersteller der spezialisierten Marke Subaru vertiefen ihre Kooperation. Die weltweite Nummer zwei der Kraftfahrzeugbranche stockt ihren Anteil an der Subaru-Mutter Fuji Heavy Industries auf und hat am Donnerstag die gemeinsame Entwicklung und Produktion neuer Modelle angekündigt.

TOKIO. "Von dem Arrangement profitieren beide Partner. Wir sparen Entwicklungskosten und können zugleich neue Modelle anbieten", sagt Toyota-Chef Katsuaki Watanabe in Tokio. Beide Unternehmen versicherten angesichts der potentiellen Finanzkraft des Toyota-Konzerns, dass Subaru auch in Zukunft seine Unabhängigkeit behalten werde. "Die beiden Unternehmen arbeiten zusammen, um Kosten zu senken", sagt Analyst Koichi Ogawa von Daiwa Investment. "Kleine Autos werden weltweit immer wichtiger."

Für 31 Mrd. Yen (200 Mill. Euro) stockte Toyota seinen Anteil an Fuji Heavy Industries auf und wird nach Abschluss des Geschäfts 16,5 Prozent an dem kleineren Partner halten. Im Rahmen der neuen Kooperation soll zunächst bis 2011 ein Sportwagen entstehen. Der Heckantrieb kommt dabei von Toyota, der Rest des Autos von Fuji Heavy, denen Toyota auch die Produktion überlässt. "Wir sind überzeugt, dass unsere Kunden ein von Fuji Heavy Industries hergestelltes Auto akzeptieren.

Es wird keine Kompromisse bei der Qualität geben, dafür wird das Auto aber einen attraktiven Preis haben", sagte Watanabe. Er versprach einen Wagen, der schnell und wendig, aber auch umweltfreundlich und sicher sei. Umgekehrt baut Toyota auch Fahrzeuge für Fuji Heavy: Ab Oktober liefert die Toyota-Tochter Daihatsu Kompaktwagen zum Verkauf unter dem Subaru-Logo, ab 2009 folgen Kleinstautos, und von 2010 an liefert Toyota selbst Wagen der Kompaktklasse an den neuen Partner. "Für uns ist dieses Geschäft sehr günstig", sagt Subaru-Chef Ikuo Mori. Sein Unternehmen könne seine Modellpalette ergänzen, ohne in der Eigenentwicklung den Fokus auf die Kernbereiche zu verlieren. Toyota wiederum ermöglicht die Zusammenarbeit, seine ehrgeizigen Pläne zur Absatzsteigerung weiter zu treiben. Schon in diesem Jahr übersteigt die angestrebte Verkaufszahl die Kapazität.

Zu einem möglichen weiteren Ausbau der Kooperation wollten die Firmenchefs nichts sagen, doch Watanabe deutete an, sie könnten sich "in vielen Bereichen helfen". Auch ein Austausch von Technik, beispielsweise für das Elektroauto der Zukunft, sei möglich. Subaru investiert die 200 Mill. Euro aus dem Anteilsverkauf in die Erweiterung seiner Fabrik in der Präfektur Gumma, um die nötige Kapazität zur Belieferung Toyotas bereitzustellen. Das Unternehmen gibt jedoch die Produktion von Kleinstwagen komplett auf und überlässt diese Daihatsu. Damit kann das auf Kleinstwagen spezialisierte Unternehmen seine Kapazitäten auslasten.

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