Automobilhersteller sucht jetzt interne Lösung
Opel und Thyssen-Krupp können sich nicht einigen

Der Düsseldorfer Thyssen-Krupp-Konzern und die Adam Opel AG haben ihre Gespräche über eine Ausgliederung der Komponentenfertigung in Kaiserslautern mit rund 2 700 Beschäftigten abgebrochen.

HB DÜSSELDORF. Opel suche nun nach einer internen Lösung für das Werk, sagte ein Opel-Sprecher am Donnerstag. Zuvor hatte die „WAZ“ den Vorstandschef von Thyssen-Krupp-Automotive, Jürgen Harnisch, mit der Aussage zitiert, dass die Gespräche beendet würden.

Der Automotive-Chef hatte bereits Mitte November gesagt, es gebe in den Gesprächen „Stolpersteine, über die wir einfach nicht wegkommen“. Differenzen gebe es insbesondere über den Wert der Anlagen in der pfälzischen Stadt und über die Sozialleistungen. Dabei könne ThyssenKrupp das Werk mit Hilfe bereits vorliegender Aufträge anderer Auto-Hersteller besser auslasten als bisher. „Dafür müssten wir sonst anderswo investieren“, sagte Harnisch. Nach Angaben der „WAZ“ plant Harnisch nun, das Werk Brackwede in Ostwestfalen auszubauen.

Zuvor hatte Harnisch bereits bei der Bilanzvorlage des Konzerns in Essen erklärt, Thyssen-Krupp wolle seine Option zur Übernahme des finnischen Autobauers Valmet, der den Porsche Boxter montiert, zum Jahresende nicht ausüben. Die Option zur Übernahme von 90 % der Anteile läuft dann aus. Dies werde Thyssen-Krupp aber nicht davon abhalten, weiter über die Übernahme des Unternehmens zu verhandeln, sagte Harnisch. Der Essener Konzern war vor rund eineinhalb Jahren mit zehn Prozent bei Valmet eingestiegen.

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