Automobilhersteller
Toyota fährt in Stahlpreis-Falle

Als letzter großer internationaler Automobilhersteller hat jetzt auch der japanische Konzern Toyota neue Jahresverträge über Stahllieferungen abgeschlossen. Der späte Abschluss bleibt aber nicht ohne nachteilige Folgen für das Unternehmen.

DÜSSELDORF. Nach einem Bericht der japanischen Zeitung "Nikkei" einigte sich Konzernchef Katsuaki Watanabe nach monatelangen Verhandlungen mit dem größten japanischen Stahlhersteller Nippon Steel über eine Preiserhöhung um 35 Prozent oder 170 Euro auf umgerechnet 611 Euro pro Tonne Stahlbleche und andere Stahlprodukte.

Der späte Abschluss benachteiligt Toyota im Wettbewerb. Denn die Konkurrenz in Europa hatte Anfang des Jahres noch zu deutlich besseren Konditionen abgeschlossen. Bei ihnen betrug der Preisanstieg nur bis zu 70 Euro pro Tonne. Die zwischenzeitliche starke Verteuerung wichtiger Rohstoffe wie Eisenerz und Kokskohle machte Toyota einen Strich durch die Rechnung. Nippon Steel saß am längeren Hebel und reichte die gestiegenen Kosten an seinen Großkunden weiter.

Toyota muss nun zusätzliche Kosten von 1,83 Mrd. Euro verkraften. Die vom Unternehmen für dieses Geschäftsjahr angekündigten Einsparungen werden durch den Abschluss mit Nippon Steel vollständig aufgezehrt.

Markus Hennes
Markus Hennes
Handelsblatt / Teamleiter Sport
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